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Welche Aufgaben hat ein Jugendparlament?

Alle Dinklagerinnen und Dinklager zwischen 12 und 21 Jahre wählen am 12. September zum ersten Mal das Gremium. Die Vorbereitung geht in die heiße Phase.

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Das Gesicht des Goldenstedter Jugendparlements: Lilly Bramlage wirbt mit ihrer Kollegin Maxi Seidel via Instagram und Facebook bei den Dinklagern für das Jupa. Screenshot: Böckmann

Das Gesicht des Goldenstedter Jugendparlements: Lilly Bramlage wirbt mit ihrer Kollegin Maxi Seidel via Instagram und Facebook bei den Dinklagern für das Jupa. Screenshot: Böckmann

Das Anschreiben von Bürgermeister Frank Bittner inklusive Info-Flyer wurde an alle Wahlberechtigten verschickt, die Social-Media-Seiten sind online gegangen, der Arbeitskreis bereitete die nächsten Schritte vor: 5 Monate vor der Wahl zum ersten Jugendparlament (Jupa) am 12. September (Sonntag) in Dinklage hat für Politik und Verwaltung die heiße Phase begonnen. Die Inhalte vorstellen, um Kandidatinnen und Kandidaten werben, die Wahl vorbereiten – es gibt einiges zu tun. OM online beantwortet die wichtigsten Fragen.

Warum wird überhaupt ein Jugendparlament gewählt?
Vereinfacht formuliert: Weil die Politik es im vergangenen Jahr so beschlossen hat. Das greift aber zu kurz. Die Anregung der SPD, ein entsprechendes Gremium einzurichten, stieß auf die Zustimmung aller Parteien und der Stadtverwaltung. Udo Quaschigroch (SPD), Vorsitzender des Jugendausschusses, sagt:  Das Jugendparlament soll  "ein Sprachrohr“ für die Jugendlichen werden. "Wir wollen mit dem Jugendparlament den Jugendlichen eine Stimme geben und sie in die Kommunalpolitik einbinden."

Die Jugendlichen sollen ihre Interessen vertreteb und Verantwortung übernehmen. Dazu gehört unter anderem die Spielplatz- und Freizeitgestaltung in der Stadt, aber auch die Beratung der Kommunalpolitiker bei entsprechenden Themen. Die Diskussion um die Skaterbahn wäre ein aktuelles Beispiel. Daneben soll das Jupa Veranstaltungen wie ein Sommerfest organisieren, also Öffentlichkeitsarbeit betreiben.  "Gemeinsam etwas bewegen", lautet das Motto des Dinklager Jugendparlaments. Das Gremium soll zum 1. November 2021 seine Arbeit aufnehmen.

Welche Aufgaben und Pflichten hat das Jugendparlament?
Zum einen sollen die Mitglieder an Stadtrats- und Kreistagssitzungen teilnehmen können. Dem Jugendparlament steht ein eigener Etat in Höhe von 7.000 Euro zur Verfügung. Pflicht ist es, sich regelmäßig zu treffen und das Ehrenamt für mindestens 2 Jahre aktiv auszuführen. Ein Votum im Stadtrat gibt es nicht.

Wie wird das Jugendparlament gewählt?
Das Jugendparlament soll über 15 Sitze verfügen. Wahlberechtigt sind und zur Wahl stehen alle Jugendliche, die am Wahltag zwischen 12 und 21 Jahre alt sind. Nach der Auswertung der Stadt waren das zuletzt exakt 1.444 Jugendliche.  Am Wahltag können die Jugendlichen im Zeitraum von 8 bis 18 Uhr ihr Kreuz (bei bis zu 5 Personen) bei einem Onlinevoting abgeben. Die Zugangsdaten bekommen die Wahlberechtigten vorab zugeschickt. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, in eines der Wahllokale zu gehen, wo zeitgleich die Stimmabgabe zur Kommunalwahl stattfindet. Dort stehen für die Jupa-Wahl Tablets zur Verfügung. 

Wie war die erste Resonanz auf das Anschreiben des Bürgermeisters?
Es gab rund 20 Rückmeldungen respektive Nachfragen. Mitte Mai gibt es 2. Anschreiben an die Jugendlichen mit weiteren Informationen. Bis zum 12. Juli können sich Jugendliche bei der Stadt Dinklage über eine Unterschriftenliste als Kandidatin oder als Kandidat bewerben. Die Anwärter mit den meisten Stimmen werden aufgestellt. Danach lädt die Verwaltung alle Bewerber zu einer Sitzung des Wahlausschusses ein, in der unter anderem auch die Reihenfolge der Namen auf dem Wahlzettel festgelegt wird.  Ein paar Wochen vor der Wahl erhalten die Wahlberechtigten eine Broschüre mit einer Übersicht aller Kandidaten.

Wie soll das Jugendparlament bekannt gemacht werden?
Unter anderem über die eigenen Online-Kanäle bei Instagram und Facebook. Dort werden in kurzen Videos von Lilly Bramlage und Maxi Seidel, beide Mitglieder des Jugendparlaments Goldenstedt, Fragen beantworten. Was ist ein Jugendparlament? Wie viel Zeit müssen die Mitglieder investieren? Wie sieht ein typisches Projekt aus? Und, und, und. Beide Goldenstedter Jupa-Mitglieder wollen die Arbeit auch in den Dinklager Schulen vorstellen. Außerdem sind für die nächsten Monate Veranstaltungen geplant. Wie und in welchem Rahmen, das hängt auch von den Möglichkeiten in der Corona-Pandemie ab.

Welche Personen arbeiten die Inhalte des Jugendparlaments aus?
Dafür hat sich ein Arbeitskreis gebildet. Er setzt sich zusammen aus den Politikern Udo Quaschigroch (SPD), Florian Hinxlage (Bürgerforum), Tim Dorniak (CDU) und Claudia Meyer-Blömer (Grüne). Von der Verwaltung arbeiten Alfons Echtermann (Hauptamtsleiter), Uwe Middendorf (Sozialamtsleiter) sowie die Auszubildenden Alina Abeln und Lars Wallenhorst mit. Die Azubis hätten wertvolle Arbeit geleistet, lobte Quaschigroch unlängst. Unterstützt werden sie von der Grafikerin und Medienwissenschaftlerin Doro Stania von der Agentur Quartier52Acht.

Wer beantwortet Fragen?
Die Stadtverwaltung. Das geht per E-Mail an jugendparlament@dinklage.de, per Telefon an 04443/8990 und über die Social-Media-Kanäle.

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