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Weitere Kosten stehen an

Thema: Entschädigung für Energiekonzerne - Der Atomausstieg bleibt richtig und er muss uns die 2,4 Milliarden Euro wert sein. Doch die Endlagerung des Atommülls wird noch sehr teuer.

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Der beschleunigte Ausstieg aus der Atomkraft unter dem Eindruck der Fukushima-Katastrophe im Jahr 2011 war eine richtige Entscheidung der damaligen Bundesregierung. Kernenergie war ohnehin ein Auslaufmodell. Und die Reaktorschmelze in Japan hatte noch einmal die extremen Gefahren dieser Technologie vor Augen geführt.

Außerdem: Bei der Energiewende wäre Deutschland heute noch weiter im Hintertreffen, wenn das alte Modell zum Ausstieg der Atomkraft (das Laufzeitverlängerungen beinhaltete) befolgt worden wäre.

Allerdings: Mit der plötzlichen Abkehr der Bundesregierung von der erst kurz zuvor getroffenen Vereinbarung mit der Atomwirtschaft lag auch ein Vertragsbruch vor. Und wenn die neue Regelung beinhaltet, dass die Meiler schneller abgeschaltet werden sollen (2022 geht der letzte vom Netz), dann ist es nur logisch, dass die Ernergiekonzerne Entschädigungszahlungen geltend gemacht haben.

Zehn Jahre dauerte der Rechtsstreit dazu mit dem Bund. Nun gibt es endlich eine Einigung: 2,4 Milliarden Euro kostet den Steuerzahler die Kompensation für die Unternehmen RWE, Vattenfall, Eon/Preussen-Elektra und Enbw. Die Summe ist hinnehmbar. Soviel sollte uns die Sicherheit vor möglichen Unglücken mit apokalyptischem Ausmaß wert sein.

Allerdings dürfte die Ära der Atomenergie für die öffentliche Hand noch sehr viel teurer werden. Denn es stehen die Kosten für die Endlagerung des Atommülls an. Die Konzerne haben dafür zwar mehr als 24 Milliarden Euro in einen Fonds eingezahlt. Aber die Anlage macht Verluste. Das Geld schmilzt dahin.

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