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Weihnachtsmärkte sollen in Niedersachsen möglich sein

Glühwein, Schmalzkuchen und gebrannte Mandeln – Weihnachtsmarkt-Fans in Niedersachsen können auf einen Bummel in diesem Jahr hoffen. Bereits in wenigen Tagen soll es mehr Klarheit geben.

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Symbolfoto: dpa

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Schausteller und Besucher können auf Weihnachtsmärkte in Niedersachsen hoffen. Mitte kommender Woche soll eine entsprechende Änderung der Corona-Landesverordnung kommen, wie eine Regierungssprecherin am Freitag in Hannover sagte. Man werde mit Schaustellern und Kommunen schauen, wie man diese Märkte umsetzen könne. Viele Fragen sind allerdings noch offen.

Essen und Trinken soll auf Herbst- und Weihnachtsmärkten nicht in vollständig geschlossenen Räumen oder in Buden möglich sein, wie aus einem Verordnungsentwurf hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur in Hannover vorliegt. Zwischen zwei Ständen sollen mindestens 5 Meter Abstand sein. Dem Entwurf zufolge sollen diese Regelungen kommende Woche Mittwoch in Kraft treten.

Ob Alkohol ausgeschenkt werden darf, ist Entwurf nicht zu entnehmen

Zudem sollen Betreiberinnen und Betreiber Maßnahmen ergreifen, wie der Besucherverkehr geregelt werden kann, etwa durch die sogenannte Einbahnstraßenregelung. Ob auch Alkohol, etwa der beliebte Glühwein, ausgeschenkt werden darf, ist dem Entwurf zunächst nicht zu entnehmen.

"Ein Weihnachtsmarkt ohne Glühwein ist kein Weihnachtsmarkt", sagte Fred Hanstein, Präsident des Landesverbandes der Markt- und Schaustellerbetriebe der dpa. Er sei jedoch erleichtert, dass die Weihnachtsmärkte stattfinden sollen. Es müssten nun schnell Entscheidungen getroffen werden, damit geplant werden könne. Hanstein betonte, dass die Branche Personalengpässe habe. Viele Beschäftigten hätten sich in der Corona-Krise einen anderen Job gesucht. Er vermietet WC-Anlagen, die auf Weihnachtsmärkten stehen können. Zudem betreibt Hanstein nach eigenen Angaben mehrere Schmalzkuchen-Stände.

Städten haben mit Planungen bereits begonnen

"Die Schausteller-Branche hat während der gesamten Pandemie stark gelitten. Sie braucht daher schon jetzt für die wichtige, umsatzstarke Zeit der Weihnachtsmärkte eine Perspektive", sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) laut Mitteilung. Verluste, die durch die Absage von Weihnachtsmärkten entstünden, könnten nicht im Januar, Februar oder März kompensiert werden.

Susanne Schütz, gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion sagte zu den geplanten Regelungen: "Einlasskontrollen und Absperrungen lassen sich in den Fußgängerzonen wohl kaum umsetzen. Und ein Weihnachtsmarkt, der außerhalb, umzäunt und mit Zugangskontrollen stattfindet, dürfte deutlich an Attraktivität einbüßen."

In Städten hatten Planungen zu den Weihnachtsmärkten bereits begonnen, wenn vielfach auch unter dem Vorbehalt, wie sich die Corona-Pandemie weiterentwickelt. "Bis jetzt plant die Stadtverwaltung, dass der Weihnachtsmarkt in der Altstadt stattfinden wird", hatte etwa ein Sprecher der Landeshauptstadt Hannover im August gesagt. Die Genehmigungen für die Betreiber seien beispielsweise schon versandt. Alles passiere aber weiterhin unter Vorbehalt. In Göttingen waren damals ebenfalls bereits vorläufige Genehmigungen für die Standbetreiber erteilt worden.

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