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Wegen geplanter Erdgas-Förderung: CDU fordert Ausgleich für Borkum

Wirtschaftsminister Althusmann verriet nicht, um was es sich bei dem Ausgleich handeln könnte. Die Plattform soll nach Unternehmensangaben etwa zwei Milliarden Kubikmeter Gas jährlich fördern können.

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Die ostfriesische Insel Borkum. An den Überlegungen der niedersächsischen Landesregierung neuen Erdgasförderungen nahe des Wattenmeers vor der Insel Borkum angesichts der Folgen des Krieges in der Ukraine doch zuzustimmen, regt sich Kritik. (zu dpa "Erdgasförderung vor Borkum? Nabu übt Kritik – Minister will Gespräche") Foto: dpa

Die ostfriesische Insel Borkum. An den Überlegungen der niedersächsischen Landesregierung neuen Erdgasförderungen nahe des Wattenmeers vor der Insel Borkum angesichts der Folgen des Krieges in der Ukraine doch zuzustimmen, regt sich Kritik. (zu dpa "Erdgasförderung vor Borkum? Nabu übt Kritik – Minister will Gespräche") Foto: dpa

Wegen der umstrittenen geplanten Erdgas-Förderung vor Borkum will die CDU-Landtagsfraktion einen Ausgleich für die Insel. Das sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann am Montag auf Borkum bei der Klausurtagung der Fraktion. Um was es sich dabei genau handeln könnte, blieb zunächst unklar.

Im vergangenen Jahr hatten sich die Landesregierung und die oppositionelle Grünen-Landtagsfraktion klar gegen das Vorhaben positioniert. Nun soll in Kürze ein neuer Beschluss gefasst werden. Angesichts der Unsicherheiten bei der Energieversorgung durch den Krieg in der Ukraine rückte die Landesregierung von ihrer vorherigen Position ab und sprach sich für eine Neubewertung aus. Kritik an dem Vorhaben gibt es etwa von Umweltverbänden, den Grünen im Landtag sowie den angrenzenden Nordseeinseln.

Das niederländische Unternehmen One-Dyas plant, Erdgas aus einem Feld zwischen den Inseln Schiermonnikoog (Niederlande) und Borkum zu fördern und zudem eine Plattform auf See zu errichten. Das Gebiet liegt nahe dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Die Plattform soll nach Unternehmensangaben rund zwei Milliarden Kubikmeter Gas jährlich fördern können. Mit den Jahren werde das Volumen voraussichtlich wegen des erwarteten Nachfragerückgangs abnehmen. Als Inbetriebnahme der Plattform steht laut Althusmann Mitte bis Ende 2024 im Raum.

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