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Weg für neuen Verbrauchermarkt in Vörden ist frei

Der Landkreis Vechta hat die Änderung des Flächennutzungsplanes genehmigt. Und das, obwohl Vörden raumordnerisch die Voraussetzungen für einen weiteren großen Verbrauchermarkt gar nicht erfüllt.

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Noch ist es eine Ackerfläche: In der Nähe des Vördener Ortsausganges soll an Lindenstraße ein zweiter Verbrauchermarkt entstehen. Mit der Änderung des Flächennutzungsplans ist ein wichtiger Schritt getan. Foto: Lammert

Noch ist es eine Ackerfläche: In der Nähe des Vördener Ortsausganges soll an Lindenstraße ein zweiter Verbrauchermarkt entstehen. Mit der Änderung des Flächennutzungsplans ist ein wichtiger Schritt getan. Foto: Lammert

Neuenkirchen-Vördens Bürgermeister Ansgar Brockmann wählte bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstag in der Sporthalle bei der Oberschule große Worte: "Für mich ist das ein Meilenstein in der Entwicklung des Ortsteiles Vörden." Er sagte das mit Blick auf die inzwischen vom Landkreis Vechta genehmigte Änderung des Flächennutzungsplanes mit der Ausweisung einer „Sonderfläche Einzelhandel“. Sie ist die Grundlage für den Bau eines zweiten großflächigen Verbrauchermarktes, der an der Ostseite der Lindenstraße in der Nähe des Ortsausgangs entstehen soll.

Zuvor hatte Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen die unter dem Vorsitz des Christdemokraten Markus Grote tagenden Politiker darüber unterrichtet, dass die Genehmigung aus dem Kreishaus in Vechta, den Flächennutzungsplan zu ändern, am 2. Februar bei der Gemeindeverwaltung eingetroffen war.

Mit der Genehmigung endet eine 3-jährige Planungsphase

Damit sei eine erste Planungsphase von 3 Jahren inklusive der Erstellung eines von der Industrie- und Handelskammer (IHK) eingeforderten Einzelhandelskonzepts abgeschlossen.

Möglich ist die Ausweisung auch deswegen, weil der Landkreis dem zugestimmt hat, obwohl Vörden nicht als Grundzentrum eingestuft ist. Eigentlich sei nur ein Einzelhandel mit einer Fläche von maximal 800 Quadratmetern zulässig. Aber selbst der Combi-Markt habe eine Fläche von 1.000 Quadratmetern. Der Landkreis habe aber mit der Zustimmung der positiven Entwicklung des Ortes Rechnung getragen.

Nun bereitet die Verwaltung den erforderlichen Bebauungsplan inhaltlich vor. In dem Entwurf, den die Politik beraten wird, werden sich nach Worten Jürgen Rolfsens Vorschläge unter anderem zur Größe der Verkaufsfläche und zur Zahl der Stellplätze finden.

Grundschulanbau kostet rund 2,6 Millionen Euro

Noch ein weiteres Projekt nimmt konkrete Formen an. An diesem Donnerstag sollen nach Angaben Ansgar Brockmanns die Arbeiten am Erweiterungsbau der Vördener Grundschule beginnen. Die Kosten belaufen sich auf rund 2.6 Millionen Euro.

Der Bürgermeister rechnet mit einer Bauzeit von 2 Jahren, weil der Betrieb in der Schule weitergehen soll. Die Politiker erfuhren ferner, die Hälfte der Gewerke sei vergeben, die Vergabe des Restes erfolge bald.

Freuen dürfen sich voraussichtlich einige Nellinghofer, die in ihrer Ortschaft gerne an der Straße Dreuge Mesk bauen möchten. Der Ausschuss hat sich einstimmig für die entsprechende Außenbereichssatzung ausgesprochen.

Folgt der Gemeinderat diesem Vorschlag, tritt die Satzung in Kraft. Dann können an der bislang unbebauten Seite der Straße mehrere Einzel- oder auch Doppelhäuser entstehen. Die Gebäude sollten sich aber in das Ortsbild einfügen, sagte Jürgen Rolfsen.

Außenbereichssatzung für Nellinghof könnte Modellcharakter haben

Der Vorsitzende der CDU/IGNV-Gruppe Bernhard Wessel (CDU) sprach von einer guten Abrundung der Bebauung in Nellinghof. Das sollte auch in anderen Bauerschaften in Neuenkirchen-Vörden möglich sein. Markus Grote und der IGNV-Ratsherr Heinz Fehrmann verwiesen auf die große Bedeutung für die Nellinghofer Dorfgemeinschaft und das Vereinswesen, wenn junge Familien im Ort bauen könnten.

Bürgermeister Brockmann teilte mit, wenn die Verwaltung die Satzung nach dem Ratsbeschluss öffentlich bekannt gemacht hat, werde sie den Kaufvertrag für die Fläche endgültig abschließen. Die ersten Häuslebauer könnten wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte starten. Der Weg, über eine Außenbereichssatzung Wohnbauflächen zu schaffen, könnte nach seinen Worten auch ein Modell für andere Bauerschaften sein.

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