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"Wasserampeln" zeigen Sicherheit der Wasserversorgung an

Anhand des neuen Systems können sich Bürgerinnen und Bürger auf der Webseite der Wasserwerke einen Überblick über die Trinkwasserversorgungslage machen.

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Auf dem Tablet eine Karte mit den Wasserampeln zu sehen ist. Foto: dpa/Pförtner

Auf dem Tablet eine Karte mit den Wasserampeln zu sehen ist. Foto: dpa/Pförtner

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat am Donnerstag die neuen Wasserampeln der Harzwasserwerke eingeweiht. Anhand des neuen Systems können sich Bürgerinnen und Bürger auf der Webseite der Wasserwerke einen Überblick über die Trinkwasserversorgungslage machen, wie das Unternehmen mitteilte. Grün bedeutet entsprechend eine gute Versorgungslage, rot eine schlechte. Es gibt je eine - aktuell rot eingefärbte - Ampel für den Norden und eine – aktuell gelb eingefärbte – für den Süden des Versorgungsgebiets.

"Ziel unseres niedersächsischen Wassermanagements ist ein veränderter Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser", sagte Minister Olaf Lies am Donnerstagmorgen an der Sösetalsperre bei Osterode im Harz. Sie gehört zu den kleineren Talsperren der Harzwasserwerke, die Niedersachsen und Bremen mit Trinkwasser versorgen. "Wenn wir nicht endlich verstehen, dass wir mit der Ressource Wasser in Trockenjahren nicht mehr so sorglos sein dürfen und viel sparsamer damit umgehen müssen, sitzen wir bald auf dem Trocknen", sagte Lies.

Tipps zum sorgsamen Umgang mit Wasser

Die Farbe der Ampel für den Süden von Niedersachsen hängt mit dem Füllstand der Trinkwassertalsperren zusammen, erklärten die Harzwasserwerke. Zudem werde auch der Niederschlag der vergangenen 30 Tage mit einem langjährigen Mittelwert verglichen und die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes berücksichtigt. Die digitale Ampel für den Norden berücksichtigt statt der Talsperren die Situation der Grundwasserwerke.

Neben der Ampelfarbe veröffentlichen die Harzwasserwerke auch Tipps zum sorgsamen Umgang mit Wasser. "Wir sehen aktuell bereits im Vergleich zu den Dürrejahren 2018 und 2019, dass die Menschen sensibler mit der Ressource Wasser umgehen", sagte der Kaufmännische Geschäftsführer der Harzwasserwerke, Lars Schmidt.

Die ausgeprägte Dürre zeigen auch aktuelle Messwerte. In Torfhaus im Harz hat es etwa nach Angaben der Harzwasserwerke zwischen November 2021 und August diesen Jahres 214 Liter Niederschlag pro Quadratmeter weniger als üblich gegeben. "Ohne die Talsperren wären außerdem viele Flüsse in Niedersachsen dieses Jahr bereits abschnittsweise trockengefallen", sagt der Technische Geschäftsführer der Harzwasserwerke, Christoph Donner.

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