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Was Holdorf für den Klimaschutz macht

Die Gemeinde wird ihre Förderprogramme für Zisternen und Gründächer wahrscheinlich verlängern – und stellt voraussichtlich im kommenden Jahr einen Beauftragten für Nachhaltigkeit und Ökologie ein.

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Den Klimaschutz im Blick: Das hat in Holdorf vor allem der Nachhaltigkeitsausschuss. Foto: Pixabay

Den Klimaschutz im Blick: Das hat in Holdorf vor allem der Nachhaltigkeitsausschuss. Foto: Pixabay

Die Förderprogramme für Dachbegrünung und für die Installation von Zisternen werden um ein Jahr verlängert, dazu wird die Gemeinde Holdorf im kommenden Jahr wohl einen Beauftragten für Nachhaltigkeit und Ökologie einstellen. Die Südkreis-Kommune setzt weiterhin aktiv auf Maßnahmen, um ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das hat der in diesem Jahr neu geschaffene Nachhaltigkeitsausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig empfohlen.

Das Ja des Gemeinderates in der Haushaltssitzung am Dienstag (18 Uhr, Rathaus) ist damit nur noch Formsache. Zumal die Verwaltung es selbst so formuliert: "Umweltschutz und Klimaschutz stellen für die Gemeinde Holdorf eine zentrale umweltpolitische Aufgabe dar." Im Haushalt für 2022 stehen für alle Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes 100.000 Euro zur Verfügung. Worum geht es bei den drei Themen konkret?

Förderung von Zisternen: Regenwasser zu nutzen, um in einigen Haushaltsbereichen Trinkwasser zu sparen – diese Idee finden anscheinend viele Holdorfer sinnvoll. Denn für das aktuelle Förderjahr sind bei der Gemeinde bereits 23 Anträge eingegangen (13 davon sind abgewickelt). Neun Mal gab es die Höchstförderung von 1500 Euro.

Die Gemeinde Holdorf fördert ab dem 1. Januar 2022 das Aufstellen von Sammelbehältern für Nutzwasser beziehungsweise den Bau von Zisternen bis zu einer Menge von 2000 Litern mit 50 Prozent (maximal mit 200 Euro). Wassertanks bis 2000 Liter werden mit 25 Prozent (maximal 100 Euro) gefördert. 

Ab einer Größe von 2001 Litern werden Sammelbehälter für Nutzwasser beziehungsweise Zisternen mit 75 Prozent (maximal 1500 Euro) gefördert. Wassertanks ab 2001 Liter werden mit 35 Prozent (maximal 750 Euro) finanziell unterstützt.

Wichtig: Es werden nur Zisternen für Wohngebäude unterstützt. Je Grundstück ist nur eine Förderung zulässig. Gibt es mehr Interessenten als zur Verfügung stehende Mittel, sollen private Bauherren bevorzugt werden. Es gibt keinen Anspruch auf Förderung.

Förderung von Gründächern: Etwas zurückhaltender sind die Holdorfer im Vergleich zu den Zisternen (noch) beim Anlegen von Gründächern. Bislang wurden sieben Anträge gestellt, zwei davon abgewickelt und 4000 Euro Fördersumme abgerechnet. Dies sei dennoch ein guter Start, fand die Verwaltung. Man sehe, dass etwas passiert. 

Was wird hier wie gefördert? Die Mindestgröße der zusammenhängenden begrünten Flächen muss 10 Quadratmeter betragen. Die Fördersumme für Flachdächer beträgt 15 Euro pro Quadratmeter und ist auf insgesamt 3000 Euro begrenzt. Bei Steildächern gibt es eine Fördersumme von 35 Euro pro Quadratmeter und einen maximalen Zuschuss von 5000 Euro. 

Wichtig: Die Mindestgröße der zusammenhängenden begrünten Fläche beträgt 10 Quadratmeter. Dachbegrünungen auf Asbestdeckungen werden nicht gefördert. Es gibt keinen Anspruch auf Förderung.

Beauftragter für Nachhaltigkeit und Ökologie: Die großen Kommunen im Landkreis Vechta haben bereites einen Klimaschutzmanager eingestellt, die Gemeinde Holdorf wird vermutlich im kommenden Jahr mit einer halben Stelle nachziehen. Dieser soll sich um die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie, aber auch das Förderwesen kümmern. Die Interessengemeinschaft Holdorf (IGeHo) unterstütze als neue Fraktion im Rat diese Idee ausdrücklich, sagte der Vorsitzende Andreas Lucht. Die Initiative dazu gab es im Frühjahr von der SPD. 

Wie das genaue Aufgabenprofil des neuen Managers aussehen soll, dazu sollen sich die Fraktionen bis zur nächsten Sitzung des Fachausschusses Gedanken machen. Zu den inhaltlichen Aufgaben des Arbeitsfeldes könnten das Erfassen, Bewerten und Weitergeben von Fördermöglichkeiten, Erarbeitung und Zusammenführung von zielführenden Maßnahmen sowie Konzepterarbeitung und die fachliche Beratung der Gremien und Privathaushalte in Umweltfragen gehören. Auch bei geplanten neuen Wohngebieten soll sich der Nachhaltigkeitsmanager einbringen.

  • Info: Die ausführlichen Richtlinien zur Förderung von Dachbegrünung und Zisternen stehen auf der Gemeindehomepage.

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