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Warum die Sanierungen im Umfeld der Kardinal-von-Galen-Schule stocken

Die Dinklager Politik drängt: Die Modernisierung der Sporthalle und die Erneuerung des Klinghamer Wegs sollen zügig in Angriff genommen werden.

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Alt-ehrwürdig, aber stark sanierungsbedürftig: Die Kardinal-von-Galen-Sporthalle in Dinklage. Foto: Böckmann

Alt-ehrwürdig, aber stark sanierungsbedürftig: Die Kardinal-von-Galen-Sporthalle in Dinklage. Foto: Böckmann

Die Kardinal-von-Galen-Schule soll saniert werden, der Klinghamer Weg soll ebenfalls erneuert werden: Dass Investitionen in diese beiden Infrastrukturprojekte im direkten Umfeld der Grundschule nötig sind, darüber sind sich die Dinklager Politik und die Verwaltung im Grundsatz schon länger einig. Getan hat sich indes trotz diverser Beratungen und Überlegungen noch nichts. Denn die beiden Baumaßnahmen sollten möglichst miteinander verknüpft werden, argumentierte bislang die Verwaltung. 

Der Plan war folgender: Erst sollte die 1967 eröffnete und in vielen Bereichen mangelhafte Sporthalle modernisiert, danach die Zufahrt zur Schule saniert werden. "Eine Erneuerung der Zufahrt vor der Sanierung der Sporthalle würde sicherlich dazu führen, dass diese dann aufgrund der Bauarbeiten wieder 'kaputt' gefahren würde", teilte die Verwaltung schon vor einem halben Jahr mit. In Angriff genommen wurde die Sanierung allerdings noch nicht.

Land lehnt einen Zuschuss für die Halle ab

Aus diesen Gründen: Die Stadt Dinklage hatte im vergangenen Jahr nach Beschluss des Rates einen Förderantrag für die Von-Galen-Sporthalle gestellt. Für die rund 1,6 Millionen Euro teure Modernisierung hoffte die Stadt auf Zuschüsse aus dem Sportstättensanierungsprogramm des Landes Niedersachsen. Der Förderanteil beträgt bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten. Für dieses Jahr gab es allerdings eine Absage des Landes - weil erst andere, noch ältere Sporthallen saniert werden. Auf einstimmige Empfehlung der Fachausschüsse soll die Stadt nun erneut einen Förderantrag stellen, auch wenn die Chancen für einen Zuschuss als eher gering eingestuft werden.

Vor allem zu schmal: Der Klinghamer Weg soll verbreitert werden. Dafür soll der Fußballplatz etwas verkleinert werden. Auch neue Fahrradständer sind angedacht. Foto: BöckmannVor allem zu schmal: Der Klinghamer Weg soll verbreitert werden. Dafür soll der Fußballplatz etwas verkleinert werden. Auch neue Fahrradständer sind angedacht. Foto: Böckmann

Gleichzeitig machen die Politiker aller Fraktionen Druck. Beide Sanierungen müssten nun zügig in Angriff genommen werden. Seinen Unmut darüber, dass bei der Kardinal-von-Galen-Sporthalle bislang noch nichts passiert, äußerte im Schulausschuss vor allem der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Windhaus. Er fragte provokativ: "Wie oft wollen wir noch warten, bis wir uns an die Halle heranwagen? Wann wollen wir endlich anfangen?" Die sanitären Anlagen seien eine Katastrophe. Es sei zum Fremdschämen, wenn man die gegnerischen Mannschaften in der Halle begrüße, sagte Tischtennisspieler Windhaus. Den Ausführungen des Christdemokraten schlossen sich im Kern auch Udo Quaschigroch (SPD), Claudia Bausen (Bürgerforum) und Christine Stottmann (Schulleiterin) an. Die Sanierungen drängten.

Zufahrt zur Grundschule sollte im Sommer 2019 saniert werden

Hauptamtsleiter Alfons Echtermann merkte an: Bei einem vorzeitigen Beginn der Sanierungsmaßnahmen an der Sporthalle verfalle der Anspruch auf die Förderung. Dieser Bescheid sei erst abzuwarten. Das war für Andreas Nordiek (CDU) aber kein Grund, nicht doch schon zumindest mit der Sanierung des Klinghamer Wegs zu beginnen. Denn für die Arbeiten an der Sporthalle könnte später auch der kleine Zufahrtsweg von der Burgstraße aus genommen werden - ohne den sanierten Klinghamer Weg gleich wieder zu beschädigen oder über den Sportplatz zu fahren.

Apropos Klinghamer Weg: Die Zufahrt zur Grundschule sollte nach den ersten Plänen bereits im Sommer 2019 saniert werden, denn sie ist zu schmal und in einem schlechten Zustand. Begonnen haben die Bauarbeiten (inklusive neuer Fahrradständer) aber auch in diesem Fall noch nicht. Zum einen, weil - wie erwähnt - erst die Sanierung der Sporthalle abgewartet werden sollte. Zum anderen, weil es noch keinen Ratsbeschluss darüber gibt, wie letztendlich das neue Parkraumkonzept aussehen soll. In diesem Fall stehen ebenfalls noch Beratungen an.

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