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Warnstreiks bei Kitas in Niedersachsen und Bremen sind gestartet

Die Gewerkschaft Verdi hat am Dienstagmorgen mit Warnstreiks bei kommunalen Kindertagesstätten in Niedersachsen und Bremen begonnen.

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Eine Kindertagesstätte ist wegen eines Warnstreikes geschlossen. Foto: dpa

Eine Kindertagesstätte ist wegen eines Warnstreikes geschlossen. Foto: dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat mit Warnstreiks bei kommunalen Kindertagesstätten in Niedersachsen und Bremen begonnen. In den beiden Bundesländern legten am Dienstag in zahlreichen Orten Beschäftigte die Arbeit nieder, um der Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck zu verleihen, sagte ein Verdi-Sprecher am Morgen. Eltern müssten sich vielerorts auf geschlossene Einrichtungen einstellen und sich eigenständig um die Betreuung ihrer Kinder kümmern.

Auch kommunale Beschäftigte der sozialen Dienste und der Behindertenhilfe sind zu zeitweisen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Mit den Aktionen will die Gewerkschaft den Druck in den Tarifverhandlungen für den Kita- und Erziehungsbereich erhöhen. Forderungen seien neben bessere Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und eine finanzielle Anerkennung der geleisteten Arbeit, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft mit.

Eine erste Verhandlungsrunde mit den kommunalen Arbeitgebern war Ende Februar ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Aktionen in Niedersachsen und Bremen sind Teil eines bundesweiten Warnstreiks. In Niedersachsen und Bremen werde mit etwa 2000 Streikenden gerechnet, sagte der Verdi-Sprecher am Morgen.

Es geht um die Arbeitsbedingungen unter anderem  von 20.000 Beschäftigten in Kitas

Die Stadt Hannover teilte angesichts des erwarteten Warnstreiks vorab mit, dass es zu Einschränkungen bei der Betreuung in städtischen Kitas oder zu Schließungen der Einrichtungen kommen könne. Inwieweit Notbetreuungen angeboten werden, sollten Eltern über die jeweiligen Einrichtungsleitungen erfahren, hieß es.

In Niedersachsen geht es bei den Verhandlungen laut der Gewerkschaft um die Arbeitsbedingungen von 20.000 Beschäftigten in Kitas, etwa 8000 Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe und rund 2100 Beschäftigten in der Behindertenhilfe. In Bremen sind demnach etwa 2200 Beschäftigte in Kitas betroffen, dazu 64 Beschäftigte in der Kinder- und Jugendhilfe sowie rund 400 in der Behindertenhilfe.

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