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Waldbesitzer wollen sich nicht an Kosten beteiligen

Für Diskussionen hat der Ausbau des Radweges am Garreler Weg in der Bauausschuss-Sitzung gesorgt. Den "Luxus-Ausbau" sollten Radfahrer und Radhersteller bezahlen, meinte der Ortsvorsteher aus Bethen.

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Stein des Anstoßes: Der Radweg zwischen dem Christkindchenweg und Staatsforsten. Foto: Hermes

Stein des Anstoßes: Der Radweg zwischen dem Christkindchenweg und Staatsforsten. Foto: Hermes

Für Diskussionen und Streit hat der Ausbau des Radweges am Garreler Weg in der jüngsten Sitzung des Cloppenburger Bauausschusses gesorgt. Wie Fachbereichsleiter Armin Nöh erklärte, soll der Bereich zwischen Christkindchenweg und Staatsforsten erneuert und verbreitert werden. Empfohlen wurde das Projekt dennoch.

Dies rief unter anderem Bernhard Wigbers auf den Plan. "Es ist nicht gerechtfertigt, dass ein dortiger Waldeigentümer so zur Kasse gebeten wird", sagte der Ortsvorsteher von Bethen. Er nannte das Vorhaben einen "Luxus-Ausbau", der nicht notwendig sei. Den sollten die Radfahrer selbst oder die Fahrradhersteller, die auch während der Pandemie gut verdient hätten, bezahlen. Laut Wigbers hätten einzelne Waldbesitzer auch schon rechtliche Schritte angedroht.

Dem widersprach Wilhelm Luker, Ortsvorsteher in Staatsforsten. "Der Radweg muss dringend ausgebaut werden", hielt er dagegen. Auch zu den Anliegerbeiträgen, die in der Vergangenheit immer wieder zu Diskussion geführt haben, hat Luker eine andere Meinung als sein Ortsvorsteher-Kollege: "Wir leben in einem Solidarstaat und da müssen sich auch die Waldbesitzer beteiligen." Auch wenn sie nicht unmittelbar etwas von dem Radweg hätten.

Benedikt Möller hält Verbindung zwischen Bethen und Staatsforsten für sinnvoll

Benedikt Möller (CDU) verteidigte das Vorhaben ebenfalls. "Auch aus kirchengemeindlicher Sicht ist die Verbindung zwischen Bethen und Staatsforsten sinnvoll." Zudem müsse der Radweg saniert werden und "Eigentum verpflichtet". Möllers Vorschlag, sich auf eine Breite von 2 Metern zu beschränken, kam indes nicht gut an. 

"Das wäre gerade auf dem Weg zur Fahrradstadt ein falsches Signal", erklärte auch Nöh. Zudem gebe es einen Ratsbeschluss, der den Ausbau vieler Radwege auf mindestens 2,50 Meter Breite vorsehe. Auch Jan Oskar Höffmann nannte den Vorschlag "nicht konsequent."

Wie Nöh weiter erklärte, könnte das Projekt noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Die Bauzeit liege bei 2 bis 3 Monaten. Es sei vorgesehen, den vorhandenen Radweg um rund 70 Zentimeter auf 2,50 Meter zu verbreitern.  575.000 Euro seien hierfür in den Haushalt eingestellt. Der Anteil der Anlieger betrage laut Beschlussvorlage voraussichtlich 115.000 Euro. Eine Anliegerversammlung hat es bereits gegeben. 

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