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Wahlkreis Vechta: CDU erzielt landesweit höchstes Ergebnis bei Zweitstimmenwahl

Ihren höchsten Zweitstimmenanteil haben die Christdemokraten im Wahlkreis Vechta mit 46,7 Prozent geholt. Dahinter folgten die Wahlkreise Papenburg, Meppen. Cloppenburg ist auf Platz 4.

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Symbolfoto: dpa

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SPD und CDU haben bei der Landtagswahl in Niedersachsen ihre klassischen Hochburgen verteidigt - teils allerdings mit deutlichen Verlusten bei den Zweitstimmen, wie aus dem vorläufigen amtlichen Endergebnis hervorgeht. Bei den Direktmandaten wird die politische Niedersachsen-Karte ein Stück weit röter und auch grün. Die SPD holt 57 Direktmandate - nach 55 im Jahr 2017. Bei der CDU gewinnen nur 27 Kandidaten das Direktmandat in ihrem Wahlkreis, bei der vorherigen Landtagswahl waren es noch 32. Erstmals gewinnen auch die Grünen Direktmandate, insgesamt drei. Ein Überblick:

Die SPD gewinnt bei den Zweitstimmen ihre klassischen Hochburgen etwa in Ostfriesland und im Südosten des Landes - teils aber mit deutlichen Verlusten im Vergleich zur Wahl 2017. Ihr höchstes Zweitstimmenergebnis erreichten die Sozialdemokraten an der Nordseeküste im Wahlkreis Emden/Norden mit 43,4 Prozent. Dahinter folgten die Wahlkreise Leer/Borkum und Friesland. Stefan Klein erzielte mit 49,4 Prozent im Wahlkreis Salzgitter das beste Ergebnis seiner Partei bei den Direktmandaten.

Auch die CDU gewinnt in ihren Stammgebieten - vor allem im Oldenburger Münsterland und im Emsland. Ihren höchsten Zweitstimmenanteil holten die Christdemokraten im Wahlkreis Vechta mit 46,7 Prozent. Dahinter folgten die Wahlkreise Papenburg, Meppen und Cloppenburg. Mit Ausnahme von Papenburg verlor die CDU dort aber auch im Vergleich zur Landtagswahl 2017 die meisten Zweitstimmen - nämlich zweistellige Werte von bis zu minus 12,9 Prozent. Das stärkste Ergebnis für ein Direktmandat holte Hartmut Moorkamp im Wahlkreis Papenburg mit 53,3 Prozent für seine Partei.

Die Grünen sind in den größeren Städten Niedersachsens stark. Bei den Zweitstimmen erreichten sie den höchsten Anteil im Wahlkreis Göttingen-Stadt mit 33,5 Prozent. Dahinter folgten Hannover-Mitte und Hannover-Linden sowie Oldenburg-Mitte/Süd. In keinem Wahlkreis hatten die Grünen im Vergleich zu 2017 Einbußen bei den Zweitstimmen zu verzeichnen. Im Wahlkreis Hannover-Mitte holte Spitzenkandidatin Julia Willie Hamburg das stärkste Direktmandat mit 35,5 Prozent.

Die AfD erzielte in klassischen SPD-Hochburgen ihre höchsten Zweitstimmenanteile - nämlich im Südosten Niedersachsens und in Ostfriesland. Im Wahlkreis Salzgitter kam die AfD auf 18,4 Prozent bei den Zweitstimmen. Dahinter folgten die Wahlkreise Gifhorn-Nord/Wolfsburg, Aurich und Leer/Borkum. In keinem Wahlkreis musste die AfD im Vergleich zu 2017 Verluste bei den Zweitstimmen hinnehmen.

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