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Wahlbeteiligung zum Dinklager Jugendparlament liegt bei 16 Prozent

Die Verwaltung hätte sich angesichts des großen Aufwands mehr Resonanz gewünscht. Am 11. November soll das neue Gremium nun die Arbeit aufnehmen.

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254 Kinder und junge Erwachsene haben gewählt: In der Stadt Dinklage gibt es künftig ein Jugendparlament. Foto: Honkomp

254 Kinder und junge Erwachsene haben gewählt: In der Stadt Dinklage gibt es künftig ein Jugendparlament. Foto: Honkomp

Aus ihrer ersten Enttäuschung über die Wahlbeteiligung für das neue Jugendparlament machte die Stadt Dinklage keinen Hehl. "Ja, wir hätten uns schon etwas mehr Beteiligung erhofft", sagte Bürgermeister Frank Bittner stellvertretend auch für die Verwaltung.

16,84 Prozent der wahlberechtigten Jugendlichen zwischen 12 und 21 Jahren nutzten am vergangenen Sonntag ihr Wahlrecht für das neue Gremium, das ihre Interessen vertreten und Events organisieren soll. In Zahlen bedeutet das: 254 von 1.508 jungen Dinklagerinnen und Dinklagern setzten bei der Onlinewahl ihre Kreuze.

Bei dem finanziellen und vor allem organisatorischen Aufwand, den der Arbeitskreis mit Mitgliedern aus der Verwaltung und der Politik betrieben hatte, waren wohl alle Beteiligten von etwas mehr Wählern ausgegangen. Die Stadt werde versuchen, ihre Erkenntnisse daraus für die Zukunft zu ziehen, sagte Bittner. Denkbar sei zum Beispiel, die Frist zu verlängern. Sprich: über einen längeren Zeitraum wählen zu lassen, anstatt an nur einem Tag.

Bittner bedankte sich für das Engagement bei seinen Amtsleitern Alfons Echtermann und Uwe Middendorf sowie den Politikern Claudia Meyer-Blömer (Grüne), Tim Dorniak (CDU), Florian Hinxlage (BfD) und Udo Quaschigroch (SPD). Auch Jugendtreff-Leiterin Anna Nies und Jugendpfleger Kalle Kamlage hatten verstärkt die Werbetrommel gerührt. Ebenfalls fruchtbar war die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Goldenstedt, die schon seit längerem ein Jugendparlament hat. Apropos Goldenstedt: Dort wurde bislang 6 Mal das Jupa gewählt. Beim Start 2006 wählten 44,21 Prozent der Jugendlichen, 2014 gab's den niedrigsten Wert mit 28,4 Prozent und bei der letzten Wahl 2019 die höchste Beteiligung mit 50,5 Prozent.

Jugendparlament für zwei Jahre gewählt

13 Jugendliche zwischen 12 und 21 Jahre vertreten künftig für 2 Jahre die Interessen ihrer Altersgruppe im Jugendparlament. Angesichts von 15 möglichen Plätzen war schon im Vorfeld klar, dass alle Kandidaten in das Jugendparlament einziehen werden. Die Stimmen verteilten sich folgendermaßen auf die Kandidaten: Jette Overberg (167), Paul Eveslage (114), Johannes Witte (104), Laurenz Tepe (74), Eva Meyer (60), Selma Bausen (49), Hauke Rohe (47), Anastasia Ditler (44), Kevin Meier (25),  Laurel Ashiagbor (28), Jasmina Lehnert (27), Lera Tretjakov (15) und Steven Kohlmeier (5). Dorniak wünschte den Jugendlichen "viel Erfolg bei neuen Ideen, Vorschlägen und Projekten" unter dem Motto "Gemeinsam etwas bewegen!".

Wie geht es nun weiter? Die Verwaltung möchte sich mit den Jugendlichen bald treffen und locker austauschen. Am 11. November ist die konstituierende Sitzung vorgesehen. Geplant ist auch, dass der Jugendausschuss zukünftig um ein beratendes Mitglied aus dem Jugendparlament erweitert wird. Ein Stimmrecht im Stadtrat gibt es indes nicht. 

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