Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Vorerst doch kein Multifunktionsplatz auf der Burgwiese

Geplant waren ein Open-Air-Kino, eine Konzert- und Theaterbühne, eine Naturtribüne und Anschlüsse für Verkaufsbuden. Daraus wird zunächst nichts, denn eine wichtige Fördervoraussetzung fehlt.

Artikel teilen:
So hätte es werden sollen: Weil aber im Stadtrat keine Einigung über das neue städtebauliche Entwicklungskonzept erzielt werden kann, ist eine finanzielle Förderung für den Umbau der Burgwiese zu einem Multifunktionsplatz derzeit unwahrscheinlich. Das Projekt liegt deshalb auf Eis. Grafik: Stadt Friesoythe

So hätte es werden sollen: Weil aber im Stadtrat keine Einigung über das neue städtebauliche Entwicklungskonzept erzielt werden kann, ist eine finanzielle Förderung für den Umbau der Burgwiese zu einem Multifunktionsplatz derzeit unwahrscheinlich. Das Projekt liegt deshalb auf Eis. Grafik: Stadt Friesoythe

Die Umgestaltung der Burgwiese zu einem Multifunktionsplatz ist vorerst vom Tisch, da für das Projekt derzeit keine Fördermittel in Sicht sind. Wesentlicher Grund ist nach Auskunft der Stadtverwaltung, dass das Gebiet nicht im Bereich des derzeit geltenden integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts 2030 (ISEK) für den Friesoyther Innenstadtkern liegt. Genau das aber, so die Stadtverwaltung, spielt bei der Mittelvergabe eine entscheidende Rolle.

Auf der Burgwiese sollte (wie berichtet) hinter der neuen Kindertagesstätte ein Multifunktionsplatz mit Konzert- und Theaterbühne, Naturtribüne, Lichtanlage, Sport- und Reitplatz sowie Stellflächen für Verkaufs-, Getränke und Essensstände entstehen. 675.000 Euro hat die Stadt dafür veranschlagt, ein großer Teil davon sollte über Fördermittel finanziert werden. Einen entsprechenden Antrag hatte die Stadt im September 2020 gestellt.

Das zu fördernde Areal muss im Gebiet des Stadtentwicklungskonzepts liegen 

Der wurde zwar ohne Angabe von inhaltlichen Gründen abgelehnt, aus Verwaltungssicht, so die erste Stadträtin Heidrun Hamjediers, „ist es aber eindeutig, dass die Chancen für eine Förderung ungleich höher sind, wenn das Vorhaben in einem ISEK- oder zumindest in einem Untersuchungsgebiet liegt“.

Genau das soll die Fortschreibung des ISEK bis 2040 leisten (wie berichtet). Hier sollen sowohl der Stadtpark als auch die Gebiete am Alten Hafen und entlang der Barßeler Straße auf ihre Entwicklungsmöglichkeiten hin untersucht werden. Sie könnten die Entwicklung der Innenstadt abrunden und ergänzen, da etwa sozial-kulturelle Maßnahmen dort aus strukturellen Gründen oder wegen Platzmangels nicht umgesetzt werden können.

Daraus aber wird nun nichts. Sowohl im zuständigen Planungsausschuss als auch im Verwaltungsausschuss konnten sich die Fraktionen und die Stadtverwaltung nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Das Thema kam deshalb bislang noch nicht einmal auf die Tagesordnung einer Ratssitzung. „Um aber mit dem neuen Antrag überhaupt Aussichten auf Erfolg haben zu können, benötigen wir eine politische Willensbekundung, das ISEK 2040 entsprechend zu erweitern“, sagt Bürgermeister Sven Stratmann. Das gehe auch aus  Äußerungen aus dem Amt für regionale Landesentwicklung hervor.

Stadt will Forderung von CDU und FDP nicht folgen

Auslöser des Stillstandes bei der ISEK-Entwicklung ist die Forderung der CDU/FDP-Fraktion, die 3 geplanten Gebiete um ein Areal an der Meeschenstraße und um den künftig frei werdenden Bereich der Straßenmeisterei an der Sedelsberger Straße zu erweitern. Dem wollte die Verwaltung nicht folgen, da in beiden Bereichen ein städtebaulicher Mangel feststellbar sei. Zudem gebe es dort auch keine Möglichkeiten, anderswo festgestellte Mängel zu beheben. Ein Kompromiss ist nicht in Sicht, da nach Ansicht der Verwaltung der ISEK-2040-Prozess schon zu weit fortgeschritten ist und man die Gebietskulisse nicht auf Zuruf erweitern kann. Die CDU/FDP-Fraktion wiederum will ohne Erweiterung dem gesamten ISEK nicht zustimmen.

Da der Umbau der Burgwiese damit auf Eis liegt, will die Stadt mit den im Haushalt eingestellten Mitteln zunächst lediglich den früheren Stand herstellen, also das Gelände einebnen und die Beleuchtung wiederherstellen. Zumindest für die geplante Naturtribüne gibt es noch Hoffnung. Dafür will die Stadt eine Förderung aus dem Leader-Programm beantragen.

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Vorerst doch kein Multifunktionsplatz auf der Burgwiese - OM online