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Visbeker CDU-Fraktion wünscht sich mehr Windenergie

Erneuerbare Energien sollen mehr in den Blick genommen werden, findet die Visbeker CDU-Fraktion. Insbesondere die Windenergie habe viele Vorteile für die Gemeinde.

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Symbolfoto: dpa

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Die Visbeker CDU-Fraktion möchte sich mehr dem Thema erneuerbare Energien widmen. So ein Ergebnis der kürzlich stattgefundenen Klausurtagung, wie die Fraktion mitteilt. Im ersten Schritt sehe sie den Fokus im Bereich Windenergie, „mit dem für Visbek viele Vorteile generiert werden können“.

Die Gemeinde Visbek wäre unabhängiger in der Stromproduktion, „was gerade in diesen Tagen bedeutender denn je ist“, wie die Fraktion mit einem aktuellen Bezug zum Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Folgen wissen lässt. Nach Ansicht der Christdemokraten sollen von der Windenergie aber nicht nur Grundstückeigentümerinnen und -eigentümer sowie Investorinnen und Investoren, sondern vor allem auch die Bürgerinnen und Bürger aus Visbek profitieren.

Bürgerwindpark für mehr Beteiligung

Denkbar sei hier unter anderem ein Bürgerwindpark, verrät Fraktionsvorsitzender Ralf Stukenborg. Möglich seien verschiedene Modelle, über die Interessierte sich beteiligen können. Durch zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen und jährliche Zahlungen an die Gemeinde können die Einnahmen langfristig der Allgemeinheit zugutekommen, heißt es weiter in der Mitteilung. Auch wäre hier die Einführung einer Stiftung denkbar, ergänzt Stukenborg.

Da das Gemeindegebiet Visbek nur wenige Potenzialflächen aufzeige und mit weiteren Beurteilungskriterien sich diese teilweise noch weiter verkleinern, möchte sich die Fraktion in Zukunft auch noch breiter in Richtung anderer erneuerbaren Energien aufstellen. Nichtsdestoweniger komme der Windenergie nach Ansicht der Fraktion eine „entscheidende Bedeutung“ zu. So spricht sie sich für eine Flächennutzungsplanänderung zur Ausweisung von Windkraftanlagen aus.

„Trotz berechtigter Diskussionen über Lärm und Schattenschlag und nicht zuletzt auch über die Zerstörung des Landschaftsbildes“ sei die Fraktion der Meinung, dass mit der Verwendung der neuesten Technik – „zum Beispiel durch getriebelose Anlagen“ – und einem ausreichend großen Abstand zur nächsten Wohnbebauung – circa 700 Meter – „die Nachteile gering gehalten werden“.

Mögliche Standorte Thema im kommenden Bauauschuss

Da Visbek eine wirtschaftsstarke Gemeinde und somit sehr energieintensiv im Stromverbrauch sei, sollte das Thema erneuerbare Energien für die Zukunft angegangen werden, findet die CDU-Fraktion. „Für den Atom- und Kohleausstieg müssen Alternativen her.“ Auch wenn in der Vergangenheit das Thema nicht intensiv betrachtet wurde, lehne es die Fraktion ab, langfristig die Meinung zu vertreten, dass Strom uns nichts angehe.

Das Thema Windenergie ist überdies Thema in der Sitzung des Visbeker Bau-, Umwelt- und Digitalisierungsausschusses am Dienstag (1. März) ab 18 Uhr im Ratssaal. So steht die Möglichkeit im Raum, in Endel drei Windenergieanlagen zu errichten. Bislang sieht der Flächennutzungsplan der Gemeinde Visbek lediglich eine Sondergebietsfläche Windenergie im Bereich Astrup vor, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht. Um zusätzliche Flächen im Gemeindegebiet für die Nutzung der Windenergie bereitzustellen, ist eine entsprechende Erweiterung der Sondergebiete Windenergie im Flächennutzungsplan erforderlich. Die Sitzung findet unter Einhaltung der 3G-Regeln statt.

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