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Visbek investiert in Kinderbetreuung

Schulen und Kindergärten in der Gemeinde erhalten dieses Jahr Lüftungsanlagen. Großtagespflegen können sich seit Anfang des Jahres über mehr Geld freuen.

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Symbolfoto: dpa/Hildenbrand

Symbolfoto: dpa/Hildenbrand

Bis zum Ende des Jahres müssen die Schulen und Kindergärten in der Gemeinde Visbek mit coronagerechten, stationären, raumlufttechnischen Anlagen ausgestattet sein, ließ Bürgermeister Gerd Meyer in der jüngsten Ratssitzung wissen. Diese Bedingung geht mit dem Zuwendungsbescheid vonseiten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) einher. Der Bund fördert die Installation in Höhe von 80 Prozent. Die Gemeinderatsmitglieder sprachen sich einstimmig dafür aus, die Schulen und Kindergärten entsprechend auszustatten.

Mittlerweile liege auch die neue Förderzusage in Höhe von 857.600 Euro vor, konnte Meyer verkünden. Bislang gab es eine Bewilligung in Höhe von 724.000 Euro, da ursprünglich von Gesamtkosten in Höhe von 905.000 Euro ausgegangen worden war. Die Kostenschätzung wurde aber vom zuständigen Ingenieurbüro auf 1.047.210 Euro korrigiert. Die Gemeinde bat um eine Zuschusserhöhung beim Bafa, das wiederum darauf hinwies, einen neuen Antrag zu stellen. Konkret sollen in der Gerbertschule 16 dezentrale Anlagen, in der Grundschule Erlte 3, in der Grundschule Hagstedt 2, in der Grundschule Rechterfeld 5 sowie im Kindergarten St. Elisabeth 8 Anlagen verbaut werden.

Die Einrichtungen in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus sowie in Trägerschaft des Andreaswerks sollen ebenfalls mit dezentralen Lüftungsgeräten nachgerüstet werden. Sowohl die Kirchengemeinde als auch das Andreaswerk mussten jedoch selbst Anträge für die Förderung beim Bafa einreichen. Konkret geht es um jeweils 7 Anlagen für die Kindergärten St. Raphael in Visbek und St. Antonius in Rechterfeld. In der Einrichtung St. Franziskus nutzt die Gemeinde vom Andreaswerk 2 Gruppenräume. Die Gemeinde Visbek bezuschusst die Installation der dezentralen Lüftungsanlagen in diesen Einrichtungen. Dies beschlossen die Gemeinderatsmitglieder einstimmig. Insgesamt handelt es sich um eine Summe in Höhe von 95.200 Euro. Die Kirchengemeinde erhält 79.200 Euro, das Andreaswerk 16.000 Euro.

Alle 5 Jahre gibt es einen Zuschuss

Um die jüngsten Visbekerinnen und Visbeker ging es auch bei einem anderen Beschluss, den die Lokalpoltikerinnen und -politiker einstimmig fassten. Seit dem 1. Januar 2022 erhalten auch Großtagespflegen in Visbek einen Zuschuss für Renovierungsmaßnahmen sowie die Anschaffung von Mobiliar, größeren Ausstattungsgegenständen und Spiel- und Beschäftigungsmaterial. Dieser Zuschuss beträgt 750 Euro pro Tagesmutter, 1500 Euro maximal, und wird frühestens nach 5-jähriger Betriebszeit sowie danach alle 5 Jahre gewährt.

Bislang gab es einen einmaligen Erstausstattungszuschuss sowie einen laufenden Zuschuss für notwendige Renovierungsmaßnahmen und die Anschaffung von Mobiliar, größeren Ausstattungsgegenständen und Spiel- und Beschäftigungsmaterial in Höhe von jährlich 100 Euro pro Kind für private Tagespflegepersonen. Einen laufenden Zuschuss für die Großtagespflegestellen gab es zuvor nicht.

Auf die Nachfrage von Martin Rohe (SPD), warum Tagespflegepersonen einen jährlichen Zuschuss erhalten, Großtagespflegen alle 5 Jahre, erklärte Amtsleiter Gerd Brengelmann, dass den Großtagespflegestellen im Gegensatz zu selbstständigen Tagesmüttern die Erstausstattung von der Gemeinde bezahlt wurde. Bei der Richtlinie habe man sich zudem an anderen Kommunen orientiert. Er unterstütze diese Änderung, ließ Antonius Mönnig (CDU) wissen. Da die Tagespflegepersonen Zuschüsse erhalten, sei es nur rechtens, dass auch die Großtagespflegestellen welche erhalten.

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