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Vierspuriger B213-Ausbau: Stadt will Sportplatz in Stapelfeld verlegen

Wegen des Straßenausbaus ist eine Neugestaltung der Sportanlage geplant. Außerdem soll Stapelfeld zum "Zentralen Siedlungsgebiet" werden, damit ein geplantes Großprojekt umgesetzt werden kann.

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Wird bald überbaut: Der Sportplatz im Cloppenburger Ortsteil Stapelfeld. Foto: Niemeyer

Wird bald überbaut: Der Sportplatz im Cloppenburger Ortsteil Stapelfeld. Foto: Niemeyer

Der geplante Ausbau der B213 (E233) zu einer vierspurigen Straße betrifft besonders den Cloppenburger Ortsteil Stapelfeld. So wird ein Teil der Straße künftig über den bestehenden Sportplatz des Ortes verlaufen, sodass die Plätze überplant und "wegfallen" würden, wie Fachbereichsleiter Björn Drebbermüller erklärte. Die Stadt hat darauf aber bereits reagiert und plant, den Flächennutzungsplan Stapelfelds den künftigen Gegebenheiten anzupassen, sodass der Sportplatz verlegt werden kann. Im Planungsausschuss am Mittwochabend stellte Drebbermüller mögliche Varianten vor.

Die Varianten sehen eine umfassende Neugestaltung der Sportanlage vor, samt Neubauten. Zudem sollen die Sportplätze weiter nach Süden verlegt werden, entweder weiterhin parallel zur B213 verlaufend oder etwas versetzt. Im Vorfeld haben Stadt, Kreis, der SV DJK Stapelfeld-Vahren und die Katholische Akademie eine Machbarkeitsstudie zur Verlagerung der Sportplätze besprochen. Des Weiteren heißt es in der Sitzungsvorlage vonseiten der Stadt, dass die Parkplatzflächen der Akademie, das angrenzende Regenrückhaltebecken sowie das Wohngebiet "im Bestand gesichert" würden. 

Stapelfeld soll "zentrales Siedlungsgebiet" werden

Stapelfeld würde sehr durch den geplanten Ausbau der B213 eingeschränkt, sagte Christoph Klaus (CDU). "Die Flächen sind sehr wichtig für den Ort und den Verein", so der Ratsherr. Er lobte die vorgestellten Planungen als "sehr gut abgestimmt". Auch der Ortsvorsteher für Stapelfeld und Vahren, Ludger Stammermann, sah die Planungen positiv. "Es stehen alle Beteiligten dahinter", sagte er. 

Soll vierspurig werden: Die Europastraße 233 (B213). Foto: NiemeyerSoll vierspurig werden: Die Europastraße 233 (B213). Foto: Niemeyer

Die Planungen sehen weiter vor, Stapelfeld als "zentrales Siedlungsgebiet" zu kennzeichnen. So werde derzeit das Regionale Raumordnungsprogramm für den Landkreis neu aufgestellt, heißt es in der Sitzungsvorlage. In dessen Rahmen können sich die Kommunen an der neuen Festsetzung der zentralen Siedlungsgebiete beteiligen. Dies wäre insbesondere für "Einzelhandelsgroßprojekte" wichtig, betrifft also in Stapelfeld die Pläne des Frischehofs "Lüske", dort einen neuen Markt zu bauen. Das Großprojekt wäre nur möglich, wenn Stapelfeld ein "zentrales Siedlungsgebiet" wird. 

SPD kritisiert abermals Brücken-Pläne

Familie Lüske plant, ein neues Gartencenter im Dreieck der B213 und der B68 zu bauen. Die Pläne hatte die Firma vor 2 Jahren vorgestellt. Der Neubau soll eine Gebäudefläche von 15.000 Quadratmetern umfassen und beinhaltet unter anderem Gewächshäuser, einen teilüberdachten Baumschul-Bereich sowie eine Verkaufsfläche von 7240 Quadratmetern. 

Jan-Oskar Höffmann (SPD) nahm die vorgestellten Planungen zum Anlass, um noch einmal die geplante Brücke zwischen Stapelfeld und Vahren anzusprechen. Bereits in der Vergangenheit hatte sich die SPD gegen das Bauprojekt ausgesprochen. Die Planungen seien ein weiterer Grund, diese Brücke nicht zu bauen, so Höffmann. Björn Drebbermüller entgegnete, dass die Stadt nicht in der Position sei, große Forderungen zu stellen. Das Bundesverkehrsministerium habe eigene Prüfungen durchgeführt und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Brücke nicht gestrichen wird. 

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