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Viele Unternehmen wollen ins Linderner "Jökelrien"

Der Gemeinderat hat in der jüngsten Sitzung das Genehmigungsverfahren für das 5 Hektar große Gewerbegebiet abgeschlossen. Zudem plant die ETN-Group aus Meppen 5 Funkmasten in der Kommune zu errichten.

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Bauanträge gestellt: Die ETN-Group will 5 Gittermasten-Sendetürme bauen. Foto: ETN

Bauanträge gestellt: Die ETN-Group will 5 Gittermasten-Sendetürme bauen. Foto: ETN

Die erfolgreiche Gewerbeansiedlungspolitik seit etlichen Jahren kann die Gemeinde Lindern auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Voraussetzungen dafür erfüllte der Gemeinderat auf seiner Sitzung vor der Sommerpause. Mit dem Satzungsbeschluss schlossen die Kommunalpolitiker einstimmig das Genehmigungsverfahren für das neue, nach einer alten Flurbezeichnung benannte Baugebiet „Jökelrien“ einstimmig ab.

Es liegt verkehrsgünstig im Dreieck der Umgehungsstraße und der Lienerschen Straße und ist 5 Hektar groß. „Ich freue mich wie Bolle, dass wir eine so schöne große Fläche mit einer eigenen Abbiegespur von der Lienerschen Straße anbieten können“, erklärte Bürgermeister Karsten Hage. Als noch erfreulicher wertete er, dass es bereits zahlreiche interessierte Unternehmen mit konkreten Nachfragen gebe. Das Verfahren selbst sei alles andere als trivial gewesen, da im Laufe der Genehmigung schon einige nicht immer ganz nachvollziehbare Hindernisse zu überwinden gewesen seien, so Hage.

Den einstimmigen politischen Willen zur weiteren Gewerbeentwicklung in Lindern demonstrierten der CDU-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Kollmer-Heidkamp und sein SPD-Kollege Heinz Robben in ihren kurzen Stellungnahmen. Er sei froh, dass in Lindern Besitzer die notwendigen Flächen für die weitere Gewerbeentwicklung zur Verfügung stellten. „Lindern ist gefragt, die Grundstücke werden verkauft“, freute er sich über die große Nachfrage, auch die Bevölkerung unterstütze diesen erfolgreichen Kurs.

Gemeinde plant an Kirmes-Wochenende einen "Familien-Samstag"

Den seit vielen Jahren erfolgreichen Weg, auf dem die Kommune nicht nur Wohnen ermögliche, sondern auch wohnortnahe Arbeitsplätze biete, hob Robben hervor. Gemeinsam habe und werde man dieses Paket schnüren, damit Lindern sich als attraktive Gemeinde zum Wohnen und Arbeiten weiterentwickele.

Auf großes Interesse stießen die Informationen, die Hage aus dem Kirmes-Ausschuss für eine Veranstaltung gab, die nicht Kirmes heißen darf, aber am 1. Wochenende im Oktober am traditionellen Kirmes-Wochenende stattfinden soll.

Die 3-tägige Veranstaltung mit Kröchenmarkt am Montag als Höhepunkt werde so nicht genehmigt. Da auch ein Sonntag mit verkaufsoffenen Geschäften am 3. Oktober rechtlich unzulässig sei, plant die Gemeinde einen „Familien-Samstag“, an dem ein Programm geboten werde, so Hage. Möglich wäre an diesem Tag nach den bisherigen Überlegungen der Kirmes-Lauf des Sportvereins, ein „Moonlight-Shopping“ in den Geschäften und eine ebenfalls zulässige „Kneipennacht“ in den Linderner Gaststätten. Das Angebot werde weiter mit allen Beteiligten beraten und vorbereitet, so der Bürgermeister, natürlich unter Einbeziehung der jeweiligen Corona-Lage.

ETN-Group will 5 Gittermasten-Sendetürme bauen

Der Bürgermeister informierte, dass die ETN-Group aus Meppen für Lindern als erste Gemeinde im Kreis die Bauanträge für die 5 jeweils 66 Meter hohen Gittermasten gestellt hat, die flächendeckendes schnelles Internet per Funkwellentechnik und Handyempfang aller Anbieter ermöglicht. Der Landrat habe seine Unterstützung für ein schnelles Verfahren zugesagt, so Hage. Er betonte, dass die Gemeinde keine Kooperation mit dem Unternehmen „Deutsche Glasfaser“ wünsche, das aktuell versucht, im Südkreis mit Haustürgeschäften Verträge für in Aussicht gestellte Anschlüsse abzuschließen.

Er rief alle Flächenbesitzer dazu auf, keine Vorverträge für den Bereich eines möglichen Windparks abzuschließen, da das Verfahren nicht abgeschlossen sei und daher auch noch kein Ergebnis feststeht. Problem sei auch, dass verschiedene Projektierer am Werke seien, was die Sache zusätzlich erschwere. „Wir entscheiden, wir wollen einen Bürgerwindpark, da ist es klug, zu warten“, so Hage.

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