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Viele Jahre Ratserfahrung verabschiedet

Zahlreiche Ehrungen wurden auf der letzten Sitzung der Ratsperiode ausgesprochen. Zehn Mitglieder gehören dem Gremium künftig nicht mehr an.

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Geehrt: Bernard Richter (von links), Georg Deselaers, Johannes Kalvelage, Bettina Lager, André Niemann, Manfred Richter, Thomas Wessels, Norbert Kuhn, Ulrich Kalvelage, Christiane Priester, Bürgermeister Michael Fischer, Josef Lamping, Bernard Fangmann, Willy Schnieders und Ratsvorsitzender Reinhard Sündermann. Foto: Vorwerk

Geehrt: Bernard Richter (von links), Georg Deselaers, Johannes Kalvelage, Bettina Lager, André Niemann, Manfred Richter, Thomas Wessels, Norbert Kuhn, Ulrich Kalvelage, Christiane Priester, Bürgermeister Michael Fischer, Josef Lamping, Bernard Fangmann, Willy Schnieders und Ratsvorsitzender Reinhard Sündermann. Foto: Vorwerk

Traditionell steht die Ehrung der Ratsmitglieder auf der Tagesordnung der letzten Sitzung einer Wahlperiode. Das war am Mittwoch auch in Emstek nicht anders und so wurden ausscheidende Mandatsträger sowie Ratsmitglieder, die sich seit mehreren Perioden engagieren, mit Blumen, Urkunden und Nadeln ausgezeichnet.

"Das Parlament ist ein Ort, an dem gestritten werden darf", zitierte Emsteks Ratsvorsitzender Reinhard Sündermann Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und merkte an, dass diese Aussage sich nicht auf die Emsteker Verhältnisse übertragen lasse. "Wir haben debattiert und waren nicht immer einer Meinung, aber wir sind weit entfernt von Zuständen, wie wir sie im Landtag miterlebt haben."

Soziale Netzwerke machen Arbeit nicht einfacher

Als "ursprünglichste Form der Politik" bezeichnete Emsteks Bürgermeister Michael Fischer die Arbeit an der Basis. Man sei immer ansprechbar, ob beim Einkauf oder an der Theke. Die sozialen Netzwerke machen diese Arbeit nicht einfacher, denn bisweilen sei man dort Anfeindungen ausgesetzt, die anderenorts mit handfesten Drohungen gegen Ratsmitglieder und Bürgermeister verbunden seien. 

Nach fünfjähriger Ratstätigkeit wurden Ulrich Kalvelage (SPD), André Niemann (CDU), Christiane Priester (SPD) und Thomas Wessels (CDU) verabschiedet. Zehn Jahre war Oksana Wersch (CDU) in dem Kommunalparlament aktiv. Die Ehrung des Städte- und Gemeindebundes gibt es für 15-jährige Mitgliedschaft im Rat. Sie wurde Bernard Fangmann ausgesprochen, der schon von 1996 bis 2006 für die CDU im Rathaus Platz genommen hat und seit fünf Jahren für die FDP dabei ist. Ebenfalls 15 Jahre im Einsatz sind Ralf Kröning (SPD), Bernard Richter (Verabschiedung, CDU), Manfred Richter (CDU) und Willy Schnieders (FDP).

Die Auszeichnung des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes gibt es für Menschen, die sich 20 Jahre in die Lokalpolitik als gewählte Vertreter einbringen. Georg Deselaers (CDU) und Bettina Lager (CDU) wurden in diesem Zuge verabschiedet, da sie sich nicht wieder hatten aufstellen lassen. Ebenfalls verabschiedet wurde Josef Lamping (CDU). Er war von 1981 bis 1991 sowie von 2006 bis 2021 Ratsmitglied, was zusammen 25 Jahre Ratsarbeit bedeutet. Weiterhin dabei ist Johannes Kalvelage (CDU), der 1996 erstmals eingezogen ist.

Viel Applaus für Norbert Kuhn

Für die letzte Ehrung des Abends nahm sich Bürgermeister Fischer etwas mehr Zeit, denn eine 40-jährige Mitgliedschaft im Gemeinderat sei nichts Alltägliches. Norbert Kuhn hatte seit 1981 ununterbrochen als Mitglied den politischen Sitzungen beigewohnt. Schon in seiner zweiten Periode war er zweiter stellvertretender Bürgermeister, als es noch den Gemeindedirektor als Verwaltungschef und den Bürgermeister als politischen Kopf der Gemeinde gab. Verschiedene Ausschüsse hat er besetzt, war 35 Jahre Beigeordneter im Verwaltungsausschuss und seit der Eingleisigkeit in Emstek im Jahr 2007 ehrenamtlicher Vertreter des Bürgermeisters. Darüber hinaus war er im Heimatbund Oldenburger Münsterland, der Oldenburgischen Landschaft und der Verbandsversammlung Ecopark aktiv. Lang anhaltender Applaus als Anerkennung seines vier Jahrzehnte währenden Engagements beschlossen den Reigen der Ehrungen. 

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