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Vermasseln wir es nicht

Thema: Es gibt keine Pflicht zum Tragen der FFP2-Maske mehr – Die Pandemie ist aber nicht vorbei. Es wird zur gesellschaftlichen Kür, wie wir künftig mit Corona leben werden.

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Seit Monaten liegt oder hängt sie im Auto, ist immer griffbereit neben Schlüssel und Geldbörse im Hausflur: die FFP2-Maske. Mit dem Wegfall der meisten Coronaregeln endet jetzt die Pflicht, sie zu tragen. Kann sie deshalb weg? Nein. Sie wird jetzt gewissermaßen von der Pflicht zu gesellschaftlichen Kür.

Schaffen wir es, ohne einen – zugegebenermaßen zuletzt nicht mehr transparenten – Katalog von Regeln zu haben, weiter durch die Pandemie zu kommen? Es ist unerheblich, ob man den Wegfall der Schutzmaßnahmen unverantwortlich, zu früh oder aber als längst überfällig betrachtet: Jetzt müssen alle beweisen, wie wir die Lage künftig unter Kontrolle behalten wollen, können, müssen.

Eigenverantwortung setzt Verantwortungsbewusstsein voraus. In den Gängen der Supermärkte kommen einem die ersten Kunden entgegen, die keine Maske tragen. Es ist jetzt ihr gutes Recht. Diese Kunden sind aber (zumindest noch) in der Minderheit. Die meisten Menschen tragen trotzdem die FFP2-Maske während des Einkaufs. Und auch das sollte man akzeptieren: Es ist genauso ihr Recht, sich weiterhin selbst und Mitmenschen schützen zu wollen. Die Pandemie ist schließlich nicht vorbei, nur weil es der Gesetzgeber so entscheidet. 

Was nun zählt, ist gegenseitiger Respekt. Jene, die sich in bestimmten Situationen unwohl fühlen, müssen sich jetzt daran gewöhnen, freiwillig mit einem Schritt zurückzuweichen, während andere nach vorne preschen – und eben aus eigener Verantwortung heraus die gesundheitlichen Risiken tragen müssen. So oder so: Wir müssen an einem Strang ziehen. Vermasseln wir es nicht!

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