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Verkehrsbehörde lehnt Poller auf Kirchplatzumfahrt kategorisch ab

Der Grundstücks- und Straßenbauausschuss befasst sich mit dem Vorschlag zur teilweisen Absperrung des Areals um den St.-Viktor-Dom in Damme. Das Ganze könnte für heftige Diskussionen sorgen.

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Die St.-Viktor-Kirche in Damme. Foto: Scholz

Die St.-Viktor-Kirche in Damme. Foto: Scholz

Versenkbare Poller auf der Umfahrung des St.-Viktor-Kirchplatzes in Höhe der „Pizza-Kebab Lounge“ und des Geschäfts „Schmuck-Zeit“ könnten in naher Zukunft für heftige Diskussionen sorgen. Denn während Mitglieder des Handels- und Gewerbevereins sich eine solche Absperrung wünschen, damit ob der gesperrten Durchfahrt weniger Autofahrer den Kirchplatz befahren und der attraktiver für Fußgänger wird, hat die städtische Verkehrsbehörde das Ansinnen, das zu einem Wegfall von Parkplätzen vor dem Wohn- und Geschäftshaus Grimme führen würde, kategorisch abgelehnt.

Sie begründet das, wie Rolf Mähler, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, bei der Sitzung des Grundstücks- und Straßenbauausschusses am Montag im Rathaus mitteilte, damit, dass die Fahrbahnbreiten sowie die beiden Zufahrten zum Kirchplatz für einen Begegnungsverkehr zu schmal seien.

Derzeit erreichen Autos den Kirchplatz über die Zufahrt zwischen dem Wohn- und Geschäftshaus Wöhrmann und dem „Eiscafé Bommi“. Die Abfahrt erfolgt über den schmalen Weg unterhalb des sogenannten Brandenburger Tores auf die Donaustraße. Bei einer Sperrung mit Pollern würde die jetzige Zufahrt auch für das Verlassen des Kirchplatzes dienen und die jetzige Abfahrt auch als Zufahrt.

FDP regt an, über temporäre Sperrung des Kirchplatzes nachzudenken

Bei der Ausschusssitzung meldeten sich Befürworter und Gegner zu Wort. Ilse Honkomp von der SPD begrüßte den Vorschlag. Da die Poller versenkbar sein sollen, verbaue sich die Stadt in Sachen Kirchplatz nichts. Dagegen befand Heinrich Lehmkuhl von der CDU, die vorgeschlagene Verkehrsführung sei schlecht umsetzbar. Sein Fraktionskollege Andreas Balster mahnte, der Rat müsse die Bedenken der Verkehrsbehörde beachten. Stephan Möller von der FDP-Fraktion regte an, generell über eine temporäre Sperrung des Kirchplatzes für Autos zum Beispiel ab 18 Uhr bis in die Morgenstunden nachzudenken.

Der Ausschuss, dessen Sitzung der Christdemokrat Bernhard Tepe leitete, sprach sich dafür aus, das Büro Ingenieurplanung Wallenhorst solle Vorschläge für eine alternative Verkehrsführung auf dem Kirchplatz erarbeiten und dabei die Bedenken der Verkehrsbehörde beachten. Den Auftrag erteilt die Stadtverwaltung erst, wenn der Rat dem zustimmt.

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