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Verfassungsschutz warnt vor Gewalttaten von Corona-Leugnern

Die Zeit der großen Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen scheint zwar vorbei zu sein, sagt der niedersächsische Verfassungsschutzpräsident. Aber Äußerungen im Internet werden immer radikaler.

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Symbolfoto: dpa/Scholz

Symbolfoto: dpa/Scholz

Der niedersächsische Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut warnt vor weiteren Gewalttaten aus dem Kreis der Corona-Leugner und sogenannten Querdenker. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) sagte er: "Die Zeit der großen Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen scheint zwar vorbei zu sein. Aber gerade im Internet ist zu beobachten, wie Äußerungen immer radikaler werden." Mittlerweile werde offen zum Umsturz aufgerufen. "Die fortschreitende Radikalisierung von Teilen der Bewegung birgt Gefahren", betonte der Verfassungsschutzpräsident. Aus dem irregeleiteten Weltbild heraus könnten sich auch künftig Menschen berufen fühlen, zu extremen Mitteln zu greifen.

Witthaut verwies auf die tödliche Attacke auf einen Tankstellen-Mitarbeiter in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz). Der 20-Jährige war Mitte September von einem Kunden erschossen worden, nachdem er ihn mehrfach auf die coronabedingte Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte. "Das ist ein extremes Beispiel, wohin sich diese Radikalisierung bei Einzelpersonen entwickeln kann", sagte Witthaut. Die Gefahr vergleichbarer Taten sei real.

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