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Vereine wünschen sich Kunstrasenplatz für Garrel

Die Politik steht dem 750.000 Euro teuren Projekt  grundsätzlich positiv gegenüber. Man sieht aber noch Gesprächsbedarf.

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Begehrt: Auf Kunstrasen kann witterungsunabhängig gekickt werden. Symbolfoto: Hermes

Begehrt: Auf Kunstrasen kann witterungsunabhängig gekickt werden. Symbolfoto: Hermes

Ein kräftiger Regenschauer, wie er in unseren Breiten keine Seltenheit ist, lässt die Aussicht vieler Fußballfans auf ein spannendes Spiel immer wieder ins Wasser fallen – im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn der Platz unbespielbar ist, muss die Partie verschoben werden. Abhilfe soll in der Gemeinde Garrel künftig ein Kunstrasenplatz schaffen.

Gleich 4 Vereine – der BV Varrelbusch, der BV Garrel, der SV Nikolausdorf/Beverbruch und der TuS Falkenberg – hatten bei der Gemeinde den Bau einer solchen Anlage beantragt. Da jedoch nach Auffassung der Verwaltung 4 Kunstrasenplätze in der Gemeinde "weder sinnvoll noch finanzierbar" seien, ist es zu einer Verständigung zwischen den Vereinen gekommen. Diese haben ihre Anträge zurückgezogen und einen gemeinsamen Antrag durch den BV Garrel formuliert. Demnach soll ein Kunstrasenplatz in Garrel-Ort geschaffen werden, der von allen Sportvereinen in der Gemeinde genutzt werden kann. 

Finanziert werden soll das rund 750.000 Euro teure Projekt aus Mitteln des Landkreises und der Gemeinde. Der Landkreis hat für die Jahre 2019 bis 2023 ein Sonderprogramm zur Förderung von Kunstrasenplätzen aufgelegt. Mit einer Förderung in Höhe von maximal 40 Prozent (300.000 Euro) würde der Großteil der Kosten (450.000 Euro) bei der Gemeinde verbleiben. 

"Es bestehen akute Probleme"

"Mit einem neuen Kunstrasenplatz wäre man viel flexibler und in der nassen Jahreszeit würden die Rasenflächen geschont. Die Fußballer könnten auch länger im Jahr draußen trainieren und würden so auch ein wenig die extremen, angespannten Kapazitäten in den Sporthallen entlasten", heißt es unter anderem in dem gemeinsamen Antrag der Vereine. "Es bestehen akute Probleme, allen Mannschaften vernünftige, in einem mindestens einigermaßen akzeptablen Zustand hergerichtete Flächen anzubieten", so die Vereine. Darum miete man derzeit schon Zeiten auf auswärtigen Kunstrasenplätzen.

Als Standort schlagen die Antragsteller die Fläche im weiteren Verlauf vom Stadion über Platz 2 bis zur Marienstraße vor. Dort könne neben einem Kunstrasenplatz auch noch ein Naturrasenfeld angelegt werden. Der Familien-, Senioren-, Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde Garrel hat sich nun grundsätzlich für den Bau und die Förderung eines Kunstrasenplatzes ausgesprochen. Nichtsdestoweniger gibt es noch Gesprächsbedarf – etwa wegen der endgültigen Klärung der Standortfrage und der Übernahme der zu leistenden Pflege- und Folgekosten. 

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