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Verantwortung nicht wegschieben

Thema ASP-Bekämpfung in Deutschland – Für Bund und Länder wird es höchste Zeit, deutlich mehr gegen die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu tun – falls es nicht schon zu spät ist.

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Die Zahlen sind beängstigend. Mehr als 2000 Wildschweine haben sich in Deutschland mittlerweile mit der Afrikanischen Schweinepest  infiziert. Hinzu kommen laut Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) 3 weitere Nachweise in Hausschweinehaltungen.

Bislang konzentrieren sich die Fälle auf die östlichen Bundesländer, doch wie lange noch? Derweil bringt die Seuche die Märkte gehörig durcheinander. Auch weil Staaten wie China und Korea den Zugang für Schweinefleisch aus Deutschland gesperrt haben, rutschen die Erzeugerpreise hierzulande ins Bodenlose, schreiben die Schweinehalter seit Monaten Verluste.

Für den Bund und die Länder wird es deshalb höchste Zeit, deutlich mehr gegen die Verbreitung der ASP zu tun. Dabei sollten sie die Verantwortung nicht hin- und herschieben, sondern weiter gemeinsam an einer Verbesserung der Abwehrmaßnahmen arbeiten. Der Wildschweinzaun in Brandenburg schützt nämlich auch die Betriebe in Niedersachsen. Geld dafür aus Hannover hilft mit, eine wirtschaftliche Katastrophe im Nordwesten zu verhindern.

Zusammenarbeit mit polnischen Nachbarn kommt besondere Bedeutung zu

Zu befürchten ist allerdings, dass das Virus  bereits auf dem Durchmarsch ist. Die Situation ist laut FLI zudem nur schwer mit der Lage in Belgien zu vergleichen, wo die ASP erfolgreich bekämpft werden konnte. Anders als bei uns ist es dort nur zu einmaligen, punktuellen Eintragungen gekommen.

Der Zusammenarbeit mit dem polnischen Nachbarn kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Das Problem lässt sich – wie so oft – nur europäisch lösen. Kleinlichkeit hilft nicht weiter. Für die Region geht es dafür um zu viel.

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