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Vandalismus kostet die Gemeinde Essen viel Geld

Sachbeschädigungen und Vermüllung – das ärgert Essens Bürgermeister Heiner Kreßmann. Die mangelnde Wertschätzung von Allgemeingut wird für die Gemeindekasse eine Belastung.

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Zerstört: Der neue Busbahnhof wurde bereits in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Gemeinde Essen

Zerstört: Der neue Busbahnhof wurde bereits in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Gemeinde Essen

Vandalismus und Vermüllung ist in Essen ein zunehmend großes Problem. Darauf hat Bürgermeister Heiner Kreßmann  erneut hingewiesen. Die Wertschätzung von Allgemeingut sei bei einigen Menschen nicht besonders hoch angesiedelt, bemängelte Kreßmann am Ende der letzten Ratssitzung des Jahres. Für die Gemeinde gehen die mutwilligen Beschädigungen zunehmend ins Geld.

Als Beispiel führte der Bürgermeister das Einwerfen von Fenstern und Glasscheiben – etwa am neuen Busbahnhof an. "Manche Personen machen sich auch einen Spaß daraus, die Straßenbeleuchtung zu zerstören", berichtete er kopfschüttelnd. Der erst 2017 für rund 100.000 Euro gebaute Soccerplatz am Solebad habe bereits wegen zahlreicher Demolierungen renoviert werden müssen. Die Gemeinde kostete das knapp 30.000 Euro. 

Bürgermeister erwartet weitere Geflüchtete

Wenig achtsam ist auch der Umgang mit der Natur. So muss der Bauhof regelmäßig Gartenabfälle und anderen Unrat aus Waldgebieten entfernen. An der Altglas-Sammelstelle bei der Feuerwehr finden die Mitarbeiter immer wieder Sperrmüll. "Der Platz dort ist aber keine Deponie", betont Kreßmann und hofft auf ein Umdenken.

Die Bevölkerungszahl in der Gemeinde Essen ist in diesem Jahr leicht zurückgegangen und liegt aktuell bei 9475. Dafür kamen infolge des Ukraine-Krieges deutlich mehr Geflüchtete. Bis März erwartet Kreßmann weitere 123 Menschen. Bislang könnten die Zugewiesenen noch dezentral untergebracht werden. "Sollte die Zahl kurzfristig steigen, stehen wir aber vor erheblichen Problemen." Der Bürgermeister dankte allen Essenern, die sich für die Aufnahme und Integration der Geflüchteten engagieren.

Neuer Chronikband ist veröffentlicht

Kreßmann wies auch auf den fertiggestellten dritten Band der  Essener Ortschronik hin. Dr. Dirk Beyer stellt darin die Geschichte der Gemeinde vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart dar. Der Bürgermeister lobte das umfangreiche Werk und riet zum Kauf. Zu haben ist die Chronik im Rathaus sowie bei "Papier und Stift"  Essen & Löningen, der Volksbank und der LzO in Essen, im Geschäft Freese in Essen sowie in der Bäckerei Tellmann und der Gaststätte Sieverding in Bevern.

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