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UWG Steinfeld feiert ihr 30-jähriges Bestehen

Seit Oktober 1991 sitzt die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Steinfeld im Gemeinderat. Der größte Erfolg gelang den Unabhängigen bei der Kommunalwahl 2006.

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Die Kandidaten für die UWG: (von links) Christian Katzer, Melanie Schockemöhle, Ilona Spille, Karl-Maria Bünker, Edeltraut Roggenkamp, Christoph Schlarmann, David Beavan, Bernard Zmijewski und Heinrich Luhr. Foto: UWG Steinfeld

Die Kandidaten für die UWG: (von links) Christian Katzer, Melanie Schockemöhle, Ilona Spille, Karl-Maria Bünker, Edeltraut Roggenkamp, Christoph Schlarmann, David Beavan, Bernard Zmijewski und Heinrich Luhr. Foto: UWG Steinfeld

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Steinfeld kann in diesem Jahr auf ihr 30-jähriges Bestehen blicken. Dies möchte die UWG feiern und lädt alle Interessierten für kommenden Samstag (14. August) ab 14 Uhr zu einer Veranstaltung in die Lohgerberei Steinfeld ein.

Die UWG Steinfeld wurde 1991 gegründet und ist seit Oktober desselben Jahres im Gemeinderat vertreten. "Ausgangspunkt damals war die Auseinandersetzung um die Abschaffung der Stelle des Jugendpflegers in der Gemeinde", erklärt Gründungsmitglied und heutiger Fraktionsvorsitzender Heinrich Luhr. Ihnen habe im CDU-dominierten Rat die politische Repräsentation gefehlt. "Das war schon eine extreme politische Dominanz der CDU, es gab gar keine richtige Opposition", erinnert sich Luhr.

Deshalb hätten sich 8 Steinfelder zusammengetan und die UWG gegründet. "Wir haben dabei Input von der SPD und den Grünen bei rechtlichen Themen bekommen", sagt Luhr. So kam es auch, dass die UWG in einer Listenverbindung mit SPD und Grünen antrat. Mit Erfolg: Bei der Kommunalwahl im Oktober 1991 schafften es 2 Kandidaten der UWG, Heinrich Luhr und Johannes Berding, in den Gemeinderat.

Transparenz und Bürgerbeteiligung wichtige Themen

Thementechnisch habe sich bei der UWG im Vergleich zu 1991 gar nicht so viel geändert, meint der heutige Vorsitzende Christoph Schlarmann: "Der Bereich Umweltschutz ist eigentlich durchgängig unser Thema gewesen." Darunter falle auch das Konzept „Steinfeld lebenswert gestalten“, das 2005 vorgestellt wurde. Luhr fügte an, dass es beim Umweltschutz lange Widerstände im Landkreis gab: "Uns wurde ja sogar unterstellt, nur der verlängerte Arm des NABU zu sein."

"Wichtig war uns auch immer die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie mehr Transparenz", so Schlarmann weiter. Dadurch sollten mehr Themen in die Öffentlichkeit gebracht werden. Zudem wolle man die Interessen der Kinder stärken. "Darauf zielte auch unser Vorschlag für ein Jugendparlament in Steinfeld ab, der leider nicht unterstützt wurde", bedauert der Vorsitzende. Die Wirtschaftspolitik besetze man derweil nicht so stark: "Das ist eher der Themenbereich der CDU."

UWG will "zukunftsorientiert" arbeiten

Sind bei den Kommunalwahlen 1996 und 2001 noch jeweils 3 Kandidaten der UWG in den Steinfelder Gemeinderat eingezogen, waren es seit 2006 jedes Mal jeweils 5 Mandate. "Momentan sind wir ungefähr 10 bis 15 aktive Mitglieder", sagt Schlarmann. Etwa alle 2 Monate komme man zusammen, um den Austausch mit den UWG-Ratsvertretern zu ermöglichen. Luhr ergänzt, dass sich die Fraktion darüber hinaus noch etwa 15 Mal im Jahr zu Fraktionssitzungen treffe. 

Die Art der Politik, die die UWG betreiben will, umreißt Schlarmann so: "Wir wollen zukunftsorientiert arbeiten und nicht reagieren, sondern agieren." Deshalb stelle man auch regelmäßig Anträge. "In der Lokalpolitik laufen viele Themen über Jahre, da muss man einfach dran bleiben."

Am kommenden Samstag soll gefeiert werden

Als größten Erfolg der UWG bezeichnet der Vorsitzende die Kommunalwahl 2006, bei der die von der UWG unterstützte Manuela Honkomp zur Bürgermeisterin gewählt wurde. "Sie ist zwar als unabhängige Kandidatin angetreten, wurde aber durch unseren Wahlkampf entscheidend unterstützt", sagt Schlarmann. Mittlerweile sei man laut Luhr aber "auseinandergedriftet", unter anderem durch Meinungsverschiedenheiten bei der Zukunft des Hallen- und des Freibades.

Ihr 30-jähriges Bestehen feiert die UWG am kommenden Samstag (14. August) ab 14.30 Uhr in der Lohgerberei. "Es soll einfach ein lockerer Austausch werden", wünscht sich Schlarmann. Es werde kostenfreie Getränke und selbstgemachten Butterkuchen geben. Die Musik werde UWG-Mitglied David Beavan beisteuern, zudem sei eine Kinderbelustigung geplant. Außerdem wolle man die Kandidaten für die diesjährige Kommunalwahl vorstellen. Die Verantwortlichen weisen daraufhin, dass die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten sind.

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