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Unwürdiges Verhalten

Thema: Türkei blockiert Nato-Beitritte – Eigene Interessen stehen auf Erdogans Liste schon immer weit oben. Sein Handeln bei den Nato-Gesprächen kommt einer Chuzpe gleich.

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Die Türkei blockiert einen Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens. Dieses Handeln der Regierung Erdogan kommt einer Chuzpe gleich. Während zwei Länder, die um ihre Sicherheit vor dem russischen Aggressor bangen, lediglich nach Schutz suchen, knüpft der türkische Machthaber seine Zustimmung zum Beitritt in das Staatenbündnis unverhohlen an eigene Sicherheits- und Machtinteressen seines Landes. Ein schlicht unwürdiges Verhalten eines Staatspräsidenten.

Die Forderungen Ankaras an die Nato-Staaten, die kurdische Miliz YPG als Terrororganisation anzuerkennen, käme einem Freibrief für den Autokraten gleich, seine kriegerischen Handlungen gegen die Kurden in Syrien auszuweiten. Zumal die USA die YPG im Kampf gegen den syrischen Machthaber Assad als Verbündeten sehen.

Einen Autokraten wie Erdogan hofiert man nicht

Ganz nebenbei will die Türkei dann auch noch Waffen aus dem US-Bestand und einen Raketenabwehrschirm haben, obwohl ein generelles Waffenembargo nach den Aggressionen in Syrien und Libyen sowie vor der griechischen Küste zwingend geboten wäre.

Erdogans Masche, kaum realisierbare Forderungen zu stellen und gleichzeitig jeden zu beleidigen, der nicht seiner Auffassung ist, bringt die Nato in eine verzwickte Lage. Stimmt sie den Forderungen Erdogans zu, verliert sie nicht nur an Glaubwürdigkeit, sondern macht sich auch noch erpressbar. Zeigt sie Erdogan die kalte Schulter, wird die Türkei bei ihrem Veto bleiben. Rausschmeißen kann die Nato die Türkei nicht. Das sieht der Nato-Vertrag schlicht nicht vor. Dennoch sollte die Nato hart bleiben. Einen Autokraten wie Erdogan hofiert man nicht. Schon gar nicht in Kriegszeiten.

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