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Unschuldsvermutung gilt

Thema: Biden droht ob seines Sohns Ungemach - Gegen Hunter Biden wird wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung ermittel. Das könnte auch Folgen für Joe Biden haben.

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Für Hunter Biden, Sohn des nächsten US-Präsidenten Joe Biden, gilt natürlich wie für jeden anderen Menschen, gegen den ein Ermittlungsverfahren läuft, eines: Bis zum Beweis des Gegenteils gilt er als unschuldig. Das kann in Zeiten, in denen manche Menschen ein Ermittlungsverfahren mit einem Schuldspruch gleichsetzen, nicht oft genug wiederholt werden.

Was sich aber in der Causa Hunter Biden sehr wohl schon heute feststellen lässt: Dem neuen Präsidenten könnten die Untersuchungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung erhebliches Ungemach bereiten. Denn er wird auch über den neuen FBI-Chef und den Generalbundesanwalt entscheiden. Beide stehen an der Spitze der Behörden, die gegen Hunter Biden ermitteln. Joe Biden wird vor der großen Aufgabe stehen, den Amerikanern und dem Rest der Welt glaubhaft zu vermitteln, dass er sich aus dem Ermittlungsverfahren komplett heraushält, selbst wenn sein Sohn am Ende des Tages ins Gefängnis muss. Alles andere würde die Glaubwürdigkeit des erst zweiten katholischen Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten so nachhaltig erschüttern, dass er kaum im Amt zu halten wäre.

Ungemach droht dem 78-Jährigen aber möglicherweise auch aus dem Lager des noch amtierenden Präsidenten Donald Trump. Denn der könnte seinen Justizminister veranlassen, einen Sonderermittler einzusetzen. Der bliebe auch nach Trumps Ausscheiden im Amt und könnte weitgehend unabhängig ermitteln. Es wäre sozusagen die späte Rache Trumps an Biden.

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