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Und jetzt Europa? Wir müssen reden! Die Zukunft liegt in unserer Hand

Am 9. Mai startet die Konferenz zur Zukunft Europas. Die Bürgerinnen und Bürger können dabei sein. Ihre Ideen sind schließlich gefragt.

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Mit der Schuman-Erklärung am 9. Mai 1950 – vor 51 Jahren also – wurde das Fundament für die Europäische Union gelegt. Damit wurde ein einzigartiges politisches Projekt ins Leben gerufen, das Frieden und Wohlstand brachte und das Leben der europäischen Bürgerinnen und Bürger weitgehend verbesserte. Zahlreiche Herausforderungen wurden gemeistert.

Die Covid-19-Pandemie hat das Modell wie nie zuvor auf die Probe gestellt. Die Europäische Union kann und muss aus dieser Krise auch die Lehren ziehen und dabei die Bürgerinnen und Bürger und die Gemeinschaft miteinbeziehen. Eine breite offene Debatte zu den Herausforderungen und Reformen europäischer Zusammenarbeit ist wichtiger denn je. Die Pandemie hat vieles ausgegrenzt, nicht jedoch die Zukunftsgestaltung.

Globale Herausforderungen fordern eine handlungsfähige Union

Deshalb ist es höchste Zeit, dass die nach vielem Hin und Her um 2 Jahre verschobene Konferenz zur Zukunft Europas am 9. Mai, dem Europatag, startet. Es geht darum, sich nach dem Brexit und nach Jahren des Stillstandes und heftiger und kontroverser Diskussionen zu verständigen und sich über die Ziele und Aufgaben der Europäischen Union zu vergewissern. Die globalen Herausforderungen wie Klimaschutz, Gesundheit und Digitalisierung fordern eine handlungsfähige Europäische Union. Es geht nicht um "mehr Europa", sondern um eine funktionsfähige Europäische Union, die die Herausforderungen bestehen und dort liefern kann, wo es die Bürgerinnen und Bürger von ihr erwarten.

"Die Konferenz muss von den Themen her ergebnisoffen sein. Es muss alles getan werden, damit es zu konkreten und verbindlichen Ergebnissen kommt. Es kann nicht um eine PR-Show oder um Beratungen ohne Konsequenzen gehen."Wolfgang Zapfe, Ehrenvorsitzender des Landesverbandes und Vorsitzender des Kreisverbandes Vechta der Europa-Union Deutschland

Die Europäische Union soll sich so auf ihre Aufgaben konzentrieren, wo ein europäischer Mehrwert entsteht und sie im Vergleich zu nationalen Lösungen den größten Nutzen bringt. Sie muss beweisen, dass sie Antworten für die Sorgen und Wünsche der Menschen hat. Europas Zukunft entscheidet sich nicht an der Güte eines Dialogs, sondern an der Handlungsfähigkeit, die trotz aller drängenden Notwendigkeiten und theoretischen Einsichten von nationalen Egoismen immer wieder gelähmt wird. So sollte zum Beispiel in der Außen- und Sicherheitspolitik der Zwang zur Einstimmigkeit aufgehoben werden.

Die Menschen wollen mehr Mitspracherecht in der Europäischen Union

Die Konferenz muss von den Themen her ergebnisoffen sein. Es muss alles getan werden, damit es zu konkreten und verbindlichen Ergebnissen kommt. Es kann nicht um eine PR-Show oder um Beratungen ohne Konsequenzen gehen. "Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger Europas ein, sich mit ihrer Stimme zu beteiligen und gemeinsam mit uns das Europa von morgen zu schaffen. Die Erwartungen der Menschen sind klar: Sie möchten Mitspracherecht über die Zukunft Europas und über die Themen haben, die sich auf ihren Alltag auswirken. Unser Versprechen ist ebenso klar: Wir haben ein offenes Ohr für Ihre Anliegen. Teilen Sie uns mit, in welchem Europa Sie leben wollen. Wir hören Ihnen zu und handeln danach", sagt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Der Kreisverband Vechta der Europa-Union Deutschland wird sich an den Diskussionen beteiligen und das Ergebnis kritisch bewerten. Er ermuntert ebenfalls die Bürgerinnen und Bürger, sich Gehör zu verschaffen und mitzuteilen, in welchem Europa sie leben wollen, um unsere Zukunft mitzugestalten unter dem Motto "Lust auf Europas Zukunft".

Info: Mehr zur Konferenz gibt es hier. Darunter findet sich eine Plattform, über die Veranstaltungen besucht und Ideen formuliert werden können.


Zur Person:

  • Wolfgang Zapfe ist Ehrenvorsitzender des Landesverbandes und Vorsitzender des Kreisverbandes Vechta der Europa-Union Deutschland.
  • Er war bis Juni 2008 Leiter des Gymnasium Antonianum in Vechta.

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