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Unabhängige schlagen nur noch einen Wahlbereich vor

Die Bürger der Stadt Cloppenburg sollen alle Kandidaten wählen können, unabhängig vom Wohnort. Davon versprechen sich die Unabhängigen mehr Attraktivität auch für Interessenten.

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Foto: Sven Hoppe/dpa

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Die Unabhängigen aus Stadtrat und Kreistag schlagen eine Zusammenlegung der beiden Wahlbereiche für die Kommunalwahl in der Stadt Cloppenburg vor. Die Politiker hatten sich am vergangenen Freitag während einer Klausurtagung mit Vereinsmitgliedern und potenzielle Kandidaten für die Kommunalwahl 2021 unter anderem mit der Schwierigkeit, Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl zu finden, beschäftigt. Dieses Problem werde auch schon von etablierten Parteien öffentlich beklagt, erklärt Jutta Klaus, Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen im Rat der Stadt Cloppenburg.

"Obwohl die zwei Wahlbereiche seit 1972 bestehen, ist die Aufteilung nicht in Stein gemeißelt."Jutta Klaus, Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen

Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang auch die bei der Kommunalwahl bisher gewählte Aufteilung der Stadt Cloppenburg in zwei Wahlbereiche, den Wahlbereich Nord und den Wahlbereich Süd. „Ob es ein oder zwei Wahlbereiche sind, entscheidet der Rat, sobald der Wahltag und die Zahl der zu wählenden Abgeordneten bestimmt worden sind. Obwohl die zwei Wahlbereiche seit 1972 bestehen, ist die Aufteilung nicht in Stein gemeißelt“, erläutert Jutta Klaus.

„Jeder sollte von jedem gewählt werden können und zwar unabhängig davon, ob ein Kandidat im Süden oder Norden Cloppenburgs wohnt. Das macht eine Kandidatur für den Stadtrat attraktiv und trägt zur Chancengleichheit der Kandidatinnen und Kandidaten bei“, meint Ingo Götting, der bei der kommenden Kommunalwahl für die Unabhängigen antreten wird.

Vorteile würden aber nicht nur bei den Kandidatinnen und Kandidaten liegen, sondern auch bei den Wählerinnen und Wählern. „Die Bürger sollten gezielt wählen können, und zwar die Kandidatinnen und Kandidaten, die sie für engagiert, fähig und kompetent halten – unabhängig davon, wo sie wohnen“, findet Rita Kessing, Vorstandsvorsitzende der Unabhängigen.

Einig war man sich, dass Ratsmitglieder keine Abgeordneten sind, die primär ihren Stadtteil zu vertreten haben, sondern die Interessen der gesamten Stadt. „Die Vorteile einer Zusammenlegung der Wahlbereiche liegen auf der Hand. Wir hoffen, dass wir für unseren Vorschlag im Rat eine Mehrheit finden können. Denn wir brauchen die besten Köpfe im Rat und ein einfaches, transparentes Verfahren“, fasste Jutta Klaus das Ergebnis der Klausurtagung zusammen.

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