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Udo Quaschigroch verlässt nach 30 Jahren den Dinklager Stadtrat

Er hat die Stadt maßgeblich mitgestaltet und sich besonders für die Interessen der Jugendlichen eingesetzt. Für den 63-Jährigen hat sich die Kommunalpolitik stark verändert.

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War neben seiner Arbeit im Stadtrat auch Fußballtrainer und Schiedsrichter: Udo Quaschigroch. Foto: Bernhardt

War neben seiner Arbeit im Stadtrat auch Fußballtrainer und Schiedsrichter: Udo Quaschigroch. Foto: Bernhardt

"Ich mache den Weg für die junge Generation frei", sagt Udo Quaschigroch. 30 Jahre lang war der 63-Jährige im Dinklager Stadtrat. Nun hört der SPD-Mann auf; bereits vor fünf Jahren hatte er den Schritt angekündigt – aus gesundheitlichen Gründen. Es sei nicht immer einfach gewesen, im Rat gemeinsam Lösungen zu finden. Zumal sich die Kommunalpolitik stark verändert habe.  

Den Weg in den Stadtrat fand Quaschigroch über seinen ehemaligen Lehrer Hans-Peter Naß. Er habe ihn in den SPD-Ortsverband geführt. Dann sei er in den Rat gewählt worden.

In seiner Zeit als Ratsherr ist Quaschigroch in fast allen Ausschüssen einmal Mitglied gewesen. Der Ausschuss für Jugend, Familie und Senioren sei dem 63-Jährigen besonders wichtig gewesen. Für soziale Themen habe er sich immer begeistern können. Viele Jahre nahm er im Jugendausschuss den Platz des Vorsitzenden ein. "Das war einfach eine tolle Zeit", resümiert er. 

Politik, das ist eine Leidenschaft des gelernten Maschinenschlossers. Fußball, das ist eine zweite: Im TV feuert der 63-Jährige Borrusia Mönchengladbach an. Selbst habe er zunächst gespielt, dann trainiert. Sowohl Dinklager Kinder- und Jugendmannschaften als auch Herrenteams habe er betreut. Erfolge und Spaß habe, wer als Team auftrete. Diesen Wert habe er als Trainer weitergegeben, aber auch privat und politisch gelebt, sagt der Dinklager. 

Zusammenarbeit zwischen den Parteien sei besser geworden

Das größte Highlight in 30 Jahren Ratsarbeit? "Nach 20 Jahren haben wir es geschafft, ein Jugendparlament zu gründen. Endlich können wir damit den Jugendlichen unserer Stadt eine Stimme geben." Das sei ein guter Schlusspunkt. 

Und was hat sich verändert in all den Jahren? "Früher waren die Sitzungen deutlich aufreibender. Da dachte jeder nur für seine Partei und es war schwer eine Lösung zu finden. Die Kommunalpolitik wurde anschließend in der Kneipe ausdiskutiert." Heute sei das anders, sagt Quaschigroch. Die Zusammenarbeit sei viel besser geworden. Dies sei auch dem scheidenden Bürgermeister Frank Bittner zu verdanken. Auch beim Jugendparlament hätten alle Parteien im Konsens agiert.

"In der Kommunalpolitik muss man einen langen Atem haben", glaubt der Dinklager. Doch am Ende lohne es sich, für seine Überzeugungen einzustehen. Den Neuen im Rat rate er, immer ehrlich zu sein, die Entscheidungen gut zu begründen und mitzustimmen.  

Bei der ersten Sitzung des neuen Rates wird Quaschigroch genau zuhören

In der ersten Sitzung des neuen Dinklager Stadtrates am Montag werde er als Gast dabei sein, verrät Quaschigroch. Und wie er seine neu gewonnen Freizeit verbringen möchte, weiß der 63-Jährige auch schon. Er wolle Freizeitbegleiter im Reha-Zentrum werden und sich hierfür jetzt schulen lassen. In der SPD werde er natürlich Mitglied bleiben und die Geschehnisse in der Kommunalpolitik verfolgen. 

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