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Tonne kritisiert geplantes Ende von Sprach-Kita-Förderung

Die Corona-Pandemie und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges hätten die Lage verschärft. Niedersachsens Kultusminister hält das Ende der Förderung für ein "völlig falsches Signal".

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Grant Hendrik Tonne (SPD), Kultusminister Niedersachsen. Foto: dpa

Grant Hendrik Tonne (SPD), Kultusminister Niedersachsen. Foto: dpa

Niedersachsens Kultusminister Grant Henrik Tonne hat ein geplantes Ende der Förderung von Sprach-Kitas kritisiert. "Ich halte es für das völlig falsche Signal, dass diese erfolgreiche und notwendige Struktur zur Förderung insbesondere von Kindern mit sozialer Benachteiligung nun aller Voraussicht nach in vielen Einrichtungen wegbrechen soll", sagte der SPD-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ/Donnerstag). Berichten zufolge hatte das Bundesfamilienministerium die Länder vor wenigen Tagen über das Ende der Mittel für vorschulische Sprachförderprogramm informiert.

Die Corona-Pandemie und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges hätten die Lage verschärft. "Der Entwurf der Bundesfamilienministerin ist daher absolut nicht nachvollziehbar", sagte Tonne der HAZ. Dem Bericht zufolge finanziert der Bund noch bis Jahresende gut 700 Fachkraftstellen in den teilnehmenden Kindertageseinrichtungen sowie rund 60 Stellen zur Fachberatung für Sprachförderung von Einrichtungsverbünden. Die Kosten dafür belaufen sich demnach auf 24 Millionen Euro in diesem Jahr.

"Die Zuständigkeit im Bereich der Kindertagesbetreuung liegt bei den Ländern und kann nicht dauerhaft durch Förderprogramme des Bundes finanziert werden", teilte eine Sprecherin des Familienministeriums laut einem Bericht der "Welt" mit. Auf der anderen Seite will das Ministerium die Teilhabe und Qualität der Kinderbetreuung, wie im Koalitionsvertrag vorgenommen, ausbauen. "Dafür sind in den Jahren 2023 und 2024 jeweils 2 Milliarden aus dem Bundeshaushalt vorgesehen", sagte Ministerin Lisa Paus zum beschlossenen Haushaltsentwurf für 2023 Anfang Juli.

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