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Tonne: Alle geflüchteten Kinder bekommen Bildungsangebot

Tausende ukrainische Frauen mit Kindern suchen in Deutschland Schutz. Niedersachsens Kultusminister Tonne möchte vor allem die Pädagoginnen unter ihnen in Kitas und Schulen einbinden.

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Grant Hendrik Tonne, Kultusminister von Niedersachsen. Foto: dpa/Frankenberg

Grant Hendrik Tonne, Kultusminister von Niedersachsen. Foto: dpa/Frankenberg

Die nach Niedersachsen geflüchteten Kinder aus der Ukraine sollen alle ein Betreuungs- beziehungsweise Bildungsangebot bekommen. Dabei werde den Kita- und Schulträgern vor Ort in der akuten Notlage maximale Flexibilität ermöglicht, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Freitag in Hannover vor Landtagsabgeordneten des Kultusausschusses. "Wir haben funktionierende und etablierte Strukturen, um Kinder und Jugendliche aufzunehmen und sie zu fördern", erläuterte der SPD-Politiker. Die aktuelle Dramatik, Dimension und Dynamik der Fluchtbewegungen aufgrund des Krieges würden das System, so wie es ist, aber sehr schnell an Grenzen bringen.

Bei den neuen Betreuungs- und Unterstützungsangeboten sollen die zugereisten Erwachsenen eingebunden werden. "Es werden insbesondere viele Frauen mit einer pädagogischen Grundbildung unter den geflüchteten Ukrainerinnen sein, deren Kompetenz wir dringend nutzen müssen", sagte der Minister und nannte Lehrerinnen, Erzieherinnen, Musik- oder Theaterpädagoginnen, Wissenschaftlerinnen und Studierende.

Wie viel Platz kann in Kita-Gruppen geschaffen werden?

"Ihre Kompetenzen werden wir in die weiteren Planungen einbeziehen müssen und entsprechende Einstellungsangebote generieren", kündigte Tonne an. Es werde geprüft, sie als pädagogische Mitarbeiterinnen, Kulturvermittlerinnen, bestenfalls als Lehrerinnen beziehungsweise Quereinsteigerinnen einzustellen. "Es gibt keine Denkverbote in dieser Situation", betonte der Minister. Im Kita-Bereich gehe es vor allem darum, wie Platz in Gruppen geschaffen werden könne.

Wie viele Kita- und Schulkinder bisher aus der Ukraine nach Niedersachsen geflüchtet sind, ist unklar. Das Land will deshalb ein neues Meldesystem etablieren. Kommende Woche sollen erste Zahlen aus den Schulen vorliegen.

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