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"Tobis Nacht" begeistert mit Mix aus Unterhaltung, Politik und Heimatgefühl

Landratskandidat Tobias Gerdesmeyer und Bundestagskandidatin Silvia Breher moderierten die Veranstaltung in Lohne. 5 "Südoldenburger Originale“ gehörten zu ihren Talk-Gästen.

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Zu einer Mischung aus Politik, Unterhaltung und Heimat luden Bundestagskandidatin Silvia Breher und Landratskandidat Tobias Gerdesmeyer mit „Tobis Nacht“ ein.  Foto: Röttgers

Zu einer Mischung aus Politik, Unterhaltung und Heimat luden Bundestagskandidatin Silvia Breher und Landratskandidat Tobias Gerdesmeyer mit „Tobis Nacht“ ein.  Foto: Röttgers

„Gestatten, ich bin Tobi. Nicht Elton, denn der ist etwas dicker!“ Mit einer gehörigen Portion Selbstironie und Humor hat der CDU-Landratskandidat und noch amtierende Bürgermeister der Stadt Lohne Tobias Gerdesmeyer seine „Tobis Nacht 2.0“ am Samstagabend in der bis auf den letzten Platz belegten „Bo’s Taverne“ am Rießeler Dorfplatz in Lohne unter freiem Himmel eröffnet. An seiner Seite befand sich mit Silvia Breher die stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, Vorsitzende des CDU-Landesverbandes Oldenburg und Bundestagskandidatin des Wahlkreises Cloppenburg-Vechta.  

Beide moderierten durch einen abwechslungsreichen Abend „mit ein bisschen Politik, Unterhaltung und Heimat“, wie Gerdesmeyer zur Eröffnung einstimmte. Veranstalter war der CDU-Kreisverband Vechta mit seinem Vorsitzenden André Hüttemeyer. Dieser fungierte am Abend als „Bierdeckel-Junge“ und sammelte auch regelmäßig Fragen aus dem interessierten Publikum auf Bierdeckeln mit dem Cartoon-Konterfei des Landratskandidaten ein. Unter den Gästen befanden sich unter anderem der noch amtierende Landrat Herbert Winkel, der Ehrenbürger und ehemalige Bürgermeister der Stadt Lohne, Hans Diekmann, sowie der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Benedikt Olberding.

Talk-Gäste: Brockdorfs Bürgermeisterin Elsbeth Schlärmann macht den Start

5 „Südoldenburger Originale“ gehörten zu den Talk-Gästen von Breher und Gerdesmeyer, die sich zunächst jeweils persönlich vorstellen durften und anschließend vom „73er“-Duo – Breher und Gerdesmeyer haben den selben Geburtsjahrgang 1973 – befragt wurden, was sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden. Den Start machte Brockdorfs Bürgermeisterin Elsbeth Schlärmann.  „Ich kann es bei einem guten Buch im Strandkorb mit einem Aperol Spritz auf einer einsamen Insel wohl ganz gut aushalten“, erklärte Schlärmann, die nach eigenen Angaben in einer „besten Region lebt, in der jeder nicht nur an sich selbst denkt“.

Der Geschäftsführer der EdelDesign GmbH aus Visbek, Oliver Schickling, informierte über das beinahe schon „archaische Wohlfühl-Gefühl, mit Feuer zu spielen und am Grill zu stehen“. Der Grill sei der beste Ort, um unter Freunden zu sein, so Schickling, der „nur eine Frau und eine Taucherbrille“ auf der einsamen Insel benötige – dann sei er „wunschlos glücklich“.

Unternehmerin wünscht sich mehr Frauen in technischen Berufen 

Unternehmerin Christine Grimme aus Damme wünschte sich, dass „mehr Frauen den Weg in technische Berufe“ finden. Die heutige Grimme Gruppe mit weltweit 2.700 Beschäftigten ging 1861 aus einem Schmiedebetrieb vom Urgroßvater des jetzigen Eigentümers Franz Grimme hervor. „Wir haben 200 Frauen eingestellt, würden aber gerne mehr Bauingenieurinnen einstellen, doch es gibt schlichtweg keine Bewerberlage“, erklärte Grimme, die sich unter anderem ehrenamtlich in der Dammer Bürgerstiftung und im Hochschulrat der Universität Vechta einsetzt. Sie wünschte sich mehr „Achtsamkeit bei der Vergabe von Grund und Boden für die heimische Wirtschaft“ – für junge Leute müsse es auch noch in 10 und 20 Jahren bezahlbare Baugrundstücke geben. Mit ihrem Mann Franz und einigen guten Büchern würde sie es in einer kleinen Hütte auf einer einsamen Insel „gut aushalten“.

Der im Vechtaer Karneval als „Straßenfeger Martin“ bekannte Antonius Schröer, Geschäftsführer der „Schröer Kids & Teens“ in Cloppenburg, Emstek und Vechta, lobte das „Oldenburger Münsterland“ über alle Maßen: Er wolle gar nicht auf einer einsamen Insel sein. „Ich habe Spaß und Freunde mit Menschen hier vor Ort – wie mit Silvia Breher, die sich als Politikerin ganz nahbar zeigt, da sie sich nach 5 Minuten mit allen Angestellten im Laden schon duzt, und Tobias Gerdesmeyer, der die Seele von Lohne verkörpert“, lobte Schröer, der mit seiner Frau Jutta und der Münsterländischen Tageszeitung und Oldenburgischen Volkszeitung dann doch auf die Insel käme.

"Mehr Du im Oldenburger Münsterland wagen!" Miranda Koenen, Vorstandsmitglied im Sozialdienst katholischer Frauen

Springreiterin, Köchin und Vorstandsmitglied im Sozialdienst katholischer Frauen, Miranda Koenen, möchte gerne etwas von ihrem Erfolg an die Gesellschaft zurückgeben. „Ehrenamt ist unbezahlbar“, erklärte die aus den Niederlanden stammende Pferdenärrin. Der Südoldenburger könne mehr Gelassenheit und Lockerheit von den Niederländern lernen: „Mehr Du im Oldenburger Münsterland wagen!“, ermunterte Koenen, die mit ihrer Familie, ihrem Smartphone bei „5G-Empfang“ und einer Kiste Weißwein auf der einsamen Insel zurechtkäme.

Breher selber nähme ihre 3 Kinder Antonia, Theresa und Jasper mit auf die Insel. Sie wünsche sich auch nach dem 26. September eine „bürgerlich geführte Mehrheit und ein schwarzes Kanzleramt“ und wolle sich insbesondere für die Landwirtschaft und einen Tierwohl-Fonds einsetzen.

Gerdesmeyer will „Ökologie und Ökonomie“ als die entscheidenden Zukunftsfragen in Einklang bringen, um die „Wettbewerbsfähigkeit unserer familienfreundlichen Region“ zu erhalten.

Musikalische Rückendeckung kam am Abend bei wohlwollenden Temperaturen von Norbert Hinzke und Franz kl. Holthaus, die sowohl Breher als auch Gerdesmeyer mit „Always look on the bright side of life“ positiv auf die heiße Phase des Wahlkampfes einstimmten. Der Chanty-Chor „Dei Binnenschippers“ mit seinem ersten Vorsitzenden Klaus Steffan heizte mit der Hans-Albers-Coverversion „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ den Gästen mächtig ein. Dank der Unterstützung des Malteser Hilfsdienstes nahmen an dieser Veranstaltung nur Geimpfte, Genesene oder Getestete teil.

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