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Thomas Willen bleibt Erster Stadtrat in Löningen

Der 47-Jährige wird für 8 weitere Jahre die rechte Hand des Löninger Bürgermeisters sein. Mit Kira Rolfes zieht ein neues Gesicht in den Rat ein, der kurz vor Weihnachten noch einmal zusammentrat.

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Blumen zur Wiederwahl (von rechts): Thomas Willen bleibt Erster Stadtrat in Löningen. Erster Gratulant war Bürgermeister Burkhard Sibbel. Foto: Meyer

Blumen zur Wiederwahl (von rechts): Thomas Willen bleibt Erster Stadtrat in Löningen. Erster Gratulant war Bürgermeister Burkhard Sibbel. Foto: Meyer

Thomas Willen bleibt Erster Vertreter des Bürgermeisters in Löningen. Die Mitglieder des Stadtrates bestätigten den 47-Jährigen am Donnerstag für weitere 8 Jahre in seinem Amt. Die Entscheidung fiel einstimmig bei einer Enthaltung.

Willens Amtszeit wäre Ende März kommenden Jahres ausgelaufen. Der Jurist hatte die Funktion des ersten Stadtrates 2015 übernommen. Sie ist mit dem Wahlbeamtentum verbunden. Auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtete der Rat und kam damit dem Wunsch von Bürgermeister Burkhard Sibbel entgegen, der auch in Zukunft weiter mit Willen zusammenarbeiten möchte.  

In der letzten Sitzung des Jahres stellte das Gremium noch andere personelle Weichen. So übernahm Kira Rolfes (UfL) das Mandat von Franz Josef Kühne. Dieser hatte vor einigen Wochen sein Ausscheiden aus persönlichen Gründen verkündet.  Kühnes Rücktritt machte Umbesetzungen in den Ausschüssen notwendig. Während Günter Wendt in den Verwaltungsausschuss nachrückte, übernahm Kira Rolfes dessen Platz im Ausschuss für Wirtschaft, Soziales, Kindergärten und Sport. Einen Wechsel gab es außerdem an der Spitze des Ausschusses für Schule, Kultur, Tourismus und Gesundheit. Neue Vorsitzende ist jetzt Martina Hormes Sibbel. Die bisherige Stellvertreterin tauschte den Platz mit Andreas Behne.

Demnächst 14 neue Bauplätze in Evenkamp

Einstimmig beschlossen hat der Rat die Aufstellung des Bebauungsplans "Evenkamp – zu den Steingräbern". Vorgesehen sind 14 neue Bauplätze und eine öffentliche Grünfläche mit Spielgeräten. Die neuen Grundstücke sollen in unmittelbarer Nähe zu einem bereits bestehenden Wohngebiet geschaffen werden. Unter anderem muss nun ein Geruchsgutachten erstellt werden.

Während die Stadtgemeinde derzeit ausreichend Bauplätze für Eigenheimbesitzer ausweisen kann, ist es um den sozialen Wohnungsbau weniger gut bestellt. Um das zu ändern, hat der Stadtrat den Beitritt zur Wohnungsbaugenossenschaft Hasetal beschlossen. Die Entscheidung wurde allerdings nicht von den Mitgliedern der CDU-Fraktion mitgetragen. Die Fraktion enthielt sich geschlossen der Stimme, nachdem ihr Antrag, den Tagesordnungspunkt zu vertagen, mehrheitlich abgelehnt worden war. Die Lage am Wohnungsmarkt sei brenzlig, räumte Fraktionsvorsitzende Tanja Schnetlage ein. Dennoch hätte der Rat ihrer Meinung nach zunächst die Haushaltsberatungen abwarten sollen. Auch habe der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Cloppenburg die Möglichkeit gegeben werden müssen, sich im Rat vorzustellen. Bürgermeister Sibbel sieht den Beitritt dagegen nicht als Konkurrenz zur kreiseigenen Gesellschaft. Es gehe darum, Vorarbeit zu leisten, um den sozialen Wohnungsbau voranzubringen, sagte er.

Studie soll PV-Potenzial prüfen

In Auftrag geben wird die Verwaltung auch ein Gutachten über mögliche Solar-Freiflächenanlagen im Stadtgebiet. Die Bundesregierung hat eine Vereinfachung der Anforderungen angekündigt. Das Thema ist auch wegen der Flächenkonkurrenz mit der Landwirtschaft umstritten. Die Studie solle potenzielle Gebiete für PV-Anlagen ermitteln und dafür objektive Kriterien festlegen, erklärte Sibbel. Er betonte, dass es nicht darum gehe, eine "Verhinderungspolitik" zu betreiben. 

Der Rat segnete außerdem die weitere Beteiligung Löningens an den Betriebskosten für das Rufbussystem moobil+ ab. Jährlich sollen bis zu 56.000 Euro eingezahlt werden. Die Regelung läuft 2028 aus.

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