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Tanja Meyer will für die Grünen in den Landtag

Die Agrarwissenschaftlerin mit Doktortitel aus Lohne tritt im Wahlkreis 68 (Vechta) an. Ihre Schwerpunkte: Landwirtschaft und Umwelt, Bildung sowie Soziales.

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Setzt auf den Dialog mit den Landwirten: Dr. Tanja Meyer. Foto: Bartsch

Setzt auf den Dialog mit den Landwirten: Dr. Tanja Meyer. Foto: Bartsch

Die Agrarwissenschaftlerin Dr. Tanja Meyer (48) aus Lohne ist die Kandidatin der Grünen im Wahlkreis 68 (Vechta) zur Landtagswahl am 9. Oktober 2022. Meyer wurde am vergangenen Donnerstagabend per Mitgliederbeschluss zur Kandidatin gekürt – das Votum fiel einstimmig aus. Das gab die Co-Vorsitzende der Grünen im Landkreis Vechta, Annette Hanken, am Wochenende bekannt.

"Wir haben uns wahnsinnig gefreut, dass Tanja Meyer für den Landtag kandidieren will. Bereits als Bundestagskandidatin hat sie sich sehr, sehr gut geschlagen", sagte Hanken. Meyer war zur Bundestagswahl am 26. September 2021 Direktkandidatin der Grünen im Wahlkreis Cloppenburg-Vechta.

Bei den Erststimmen war sie auf 10,62 Prozent gekommen, bei den Zweitstimmen waren es 11,06 Prozent – eine Verdoppelung der Prozentpunkte im Vergleich zu 2017. Meyer hatte zudem bei der Kommunalwahl am 12. September 2021 für den Vechtaer Kreistag kandidiert – ist dort nun Fraktionschefin der Grünen.

"Wir brauchen überregionale Hilfestellungen, damit wir vor Ort etwas ändern können."Dr. Tanja Meyer, Grünen-Landtagskandidatin

Meyer nannte gegenüber OM Online insbesondere die Bereiche Landwirtschaft und Umwelt, Bildung sowie Soziales als ihre Schwerpunkte. Das seien Themenfelder mit besonderer Relevanz für die Region. "Wir brauchen überregionale Hilfestellungen, damit wir vor Ort etwas ändern können", erklärte sie ihre Motivation zur Kandidatur für das Landesparlament in Hannover. 

Die Region sei von Umstrukturierungen im Agrarbereich, wie etwa dem Umbau der Tierhaltung in Richtung mehr Tierwohl oder dem Wassermanagement in Zeiten des Klimawandels besonders betroffen. "Das funktioniert nur im Dialog mit den Landwirten", stellte Meyer heraus.

Meyer: Keine Einsparungen im Bildungsbereich

Im Bildungsbereich sprach sie sich gegen Kürzungen aus. "Jegliche Form von Einsparungen in Wissenschaft und Bildung können wir uns überhaupt nicht leisten", sagte sie. Meyer verwies auf die sogenannte globale Minderausgabe (Sparmaßnahme), die von der rot-schwarzen Landesregierung für Hochschulen verfügt wurde.

Die Universität Vechta habe dadurch noch mehr zu kämpfen, obwohl ihre Schwerpunkte (Lehrkräftebildung/Transformationsforschung im ländlichen Raum und Gerontologie/Soziale Diernstleistungen) für die Region, aber auch niedersachsenweit "total relevant sind".

Sie will auf Erfahrungen der vorangegangenen Wahlkämpfe aufbauen

Meyer, die als Gleichstellungsbeauftragte der Universität Vechta arbeitet, will auch Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen verstärkt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rücken, ebenso wie Kinder und Jugendliche sowie die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte und prekär Beschäftigten. Gerade aufgrund der Erfahrungen in der Corona-Pandemie dürfe man hier "nicht in alte Muster verfallen", sondern die Situation verbessern. Auch dieses Thema treibt sie um: "Es fehlen Praxisplätze in der Hebammenausbildung." Das will sie ändern.

Nach ihren Kandidaturen zur Kommunalwahl und zur Bundestagswahl sei es "auf jeden Fall sportlich", sich nun in den Wahlkampf für die Landtagswahl zu begeben, sagte sie auf Nachfrage. Allerdings könne sie auf den zuvor gesammelten Erfahrungen aufbauen. Sie habe viele Gespräche geführt und Kontakte geknüpft.

Verpassen Sie nichts von der Landtagswahl in Niedersachsen am Sonntag. Wer regiert in den nächsten 5 Jahren? Wer zieht in den Landtag in Hannover ein?  Alle Ergebnisse aus allen Wahlkreisen und den Städten und Gemeinden im OM finden Sie auf unserer Themenseite, inklusive Liveticker. 

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