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Streit um Schulzentrum löst sich in Wohlgefallen auf

Mit ausführlichen Plänen und Listen hat die Verwaltung die Missmanagement-Kritik der CDU/FDP-Fraktion gekontert. Der Verwaltungsausschuss hat die Bau- und Kostenpläne einstimmig verabschiedet.

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Baustelle mit Eigendynamik: Der neue Verbindungsbau des Schulzentrums verbindet die sanierungsbedürftigen Altbauten Dr.-Niermann-Straße 8 (vorne) und 10. Über die Kosten und das Projektmanagement hatte es heftige Diskussionen gegeben, die jetzt ausgeräumt sind. Foto: Stix

Baustelle mit Eigendynamik: Der neue Verbindungsbau des Schulzentrums verbindet die sanierungsbedürftigen Altbauten Dr.-Niermann-Straße 8 (vorne) und 10. Über die Kosten und das Projektmanagement hatte es heftige Diskussionen gegeben, die jetzt ausgeräumt sind. Foto: Stix

Die Diskussionen um Maßnahmen, Dauer und Kosten beim Um- und Neubau des Schulzentrums an der Dr.-Niermann-Straße scheinen beigelegt. Der Verwaltungsausschuss des Stadtrates hat in einer nichtöffentlichen Sondersitzung am Dienstagabend den vorgelegten Maßnahmen- und Kostenplänen einstimmig zugestimmt.

„Wir haben den gesamten Bauzeitenplan sowie alle Maßnahmen und die damit verbundenen Kosten zusätzlich zu den ohnehin bestehenden Plänen so plakativ aufbereitet, dass auch baufachliche Laien gut damit zurechtkommen“, sagt Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann. „Jetzt kann da jeder durchsteigen.“

Karl-Heinz Krone zeigt sich mit der Vorlage durchaus zufrieden

Die Unterlagen seien den Ratsmitgliedern, wie im Schulausschuss am 10. März vereinbart, vor Ostern zugegangen. Nach Vorstellungen der Verwaltung, so Stratmann, hätte die Beschlussfassung dazu im Umlaufverfahren ohne separate Sitzung stattfinden sollen. Dem aber habe die CDU/FDP-Fraktion nicht zugestimmt.

Die wiederum, so viel lässt der Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Krone erkennen, ist mit der Vorlage durchaus zufrieden. „Wir haben das bekommen, was wir wollten“, sagt er. Seiner Fraktion sei es bei ihrer Kritik nicht um den Bau und die Sanierung an sich gegangen, sondern um die Art und Weise, wie die Verwaltung insbesondere die Kostensteigerung kommuniziert habe. „Bei so einem großen Invest muss die Verwaltung doch die Politik mitnehmen“, sagt er. Auch deshalb sei ein Umlaufverfahren für ihn nicht in Frage gekommen.

„Wenn das, was jetzt vorliegt, schon vorher vorgelegen hätte, dann hätten wir uns einiges an Diskussionen sparen können.“Renate Geuter, SPD-Fraktionsvorsitzende

Schwächen in der Kommunikation sieht auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Renate Geuter. „Wenn das, was jetzt vorliegt, schon vorher vorgelegen hätte, dann hätten wir uns einiges an Diskussionen sparen können“, sagt sie. Das gesamte Projekt habe durch die Arbeiten an den beiden Altbauten eine nicht immer leicht nachvollziehbare Eigendynamik bekommen. Grundsätzlich sei es jedoch richtig, anstehende Sanierungsarbeiten im Zuge der laufenden Maßnahme in einem Schwung mitzumachen und nicht auf die folgenden Jahre zu verteilen.

Mit den vorliegenden Beschlüssen, so Stratmann, habe der Rat seinen Willen bekundet, das Projekt fortzuführen. „Den Maßnahmen wurde zugestimmt, die Sanierungsarbeiten werden durchgeführt“, freut er sich. Mit den jetzt getroffenen Beschlüssen sei es auch möglich, die Ausschreibungen für die in den Sommerferien geplanten Arbeiten durchzuführen.

Bau-, Zeiten- und Kostenplan: Vier Bauabschnitte, einen Neubau (grau) und Sanierungsarbeiten im Realschulgebäude (pink) snd bis Ende 2022 geplant. Grafik: Stadt FriesoytheBau-, Zeiten- und Kostenplan: Vier Bauabschnitte, einen Neubau (grau) und Sanierungsarbeiten im Realschulgebäude (pink) snd bis Ende 2022 geplant. Grafik: Stadt Friesoythe

Dem Beschluss waren seit Jahresbeginn heftige Diskussionen über die Kostensteigerung und das Projektmanagement vorausgegangen (MT berichtete). Aus ursprünglich veranschlagten 4,9 Millionen Euro für einen Neubau zwischen den Gebäuden mit den Hausnummern 8 und 10 und Umbaumaßnahmen in den beiden Altbauten waren durch neu aufgenommene Sanierungsarbeiten Ende vergangenen Jahres fast acht Millionen Euro geworden.

Diesen finanziellen Mehraufwand hatte die CDU/FDP-Fraktion nicht ohne ausführliche Unterlagen hinnehmen wollen. Mit den jetzt vorgelegten Unterlagen und den VA-Beschlüssen hat sich der Streit offensichtlich in Wohlgefallen aufgelöst.

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