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Steinfelder Politik legt Finanzmittel für Schulen fest

Bei den Haushaltsplanungen 2021 für die St.-Johannes-Schule, die St.-Antonius-Schule und die Don-Bosco-Schule ging es vor allem um die Digitalisierung.

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Wie weit ist die Digitalisierung in den Steinfelder Schulen fortgeschritten? Mit dieser Frage haben sich die Mitglieder des Schulausschusses befasst. Foto: dpa/Stratenschulte

Wie weit ist die Digitalisierung in den Steinfelder Schulen fortgeschritten? Mit dieser Frage haben sich die Mitglieder des Schulausschusses befasst. Foto: dpa/Stratenschulte

Der Schulausschuss Steinfeld hat sich mit den Haushaltsplanungen 2021 für die drei Schulen in Trägerschaft der Gemeinde befasst. Ein Thema während der Sitzung, die am Dienstag in der Aula der Don-Bosco-Schule unter dem Vorsitz von Karl Maria Bünker (UWG/SPD-Gruppe) stattfand, waren die Fortschritte bei der Digitalisierung der Bildungseinrichtungen. Dazu stellte unter anderem Waldemar Schleicher vom Landkreis Vechta das kreisweite Konzept für die Schul-IT vor und ging auf die Ist-Situation in den Steinfelder Schulen ein.

Nach Angaben des Ersten Gemeinderates Oliver Netzband stehen der Gemeinde Steinfeld bis 2024 insgesamt knapp 360.000 Euro aus dem "Digitalpakt Schule" zur Verfügung. Aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild: Die St.-Johannes-Schule erhält 101.050 Euro, die St.-Antonius-Schule 54.277 Euro und die Don-Bosco-Schule 203.727 Euro. Die Berechnung setzt sich laut Netzband aus einem Sockelbetrag in Höhe von 30.000 Euro sowie den Schülerzahlen zusammen, die mit einem vorgegebenen Faktor multipliziert würden. Deutlich wurde, dass der Fördertopf perspektivisch nicht ausreicht und die Gemeinde "nachschießen" müsse, wie Bürgermeisterin Manuela Honkomp konstatierte.

Der Erste Gemeinderat erläuterte weiter, dass aus dem Sofortausstattungsprogramm des Bundes, mit dem die Anschaffung mobiler Endgeräte für ärmere Schüler finanziert werden soll, knapp 30.000 Euro in die Gemeinde fließen. Da landesweit nicht alle Mittel abgerufen würden, so Netzband, könne die Gemeinde weitere etwa 7.000 Euro beantragen, die bei einer Gesamtinvestition von circa 37.000 Euro bisher von der Gemeinde zu zahlen seien.

Vor Beginn der Beratungen über die Haushaltsplanungen der einzelnen Schulen führte Netzband aus, dass die Gemeinde generell mit wiederkehrenden Pauschalen arbeite. 

St.-Antonius-Schule in Mühlen:

Für Maler- und Spachtelarbeiten in 6 Klassenräumen im Altbau der Mühler Grundschule sollen 10.000 Euro im Haushalt 2021 bereitgestellt werden. Weitere 1300 Euro fließen in die Einrichtung eines PC-Arbeitsplatzes für die Schulsozialarbeiterin. Für die Digitalisierung der St.-Antonius-Schule will die Gemeinde insgesamt 65.000 Euro zur Verfügung stellen. Im Detail nannte Netzband unter anderem die Anschaffung von vier Interaktiven Tafeln mit Pylonensystem – der Erste Gemeinderat bezeichnete sie auch als "86 Zoll große iPads".

Schulleiterin Elke Möhlmann verdeutlichte, dass der Schule "möglichst schnell, am besten direkt nach den Herbstferien" die insgesamt 12 beantragten iPads für das Kollegium zur Verfügung stehen sollten. "Wir wollen bereit sein für den Fall der Fälle", sagte sie mit Blick auf eine mögliche coronabedingte Schulschließung. Bürgermeisterin Honkomp antwortete: "Das haben wir berücksichtigt. An den Lieferzeiten können wir aber nichts ändern."

St.-Johannes-Schule in Steinfeld:

Aufgrund der besonderen Situation an der Steinfelder Grundschule – im Spätherbst startet nach Schadstofffunden eine Kernsanierung des Gebäudes, Schüler und Lehrer ziehen für etwa ein Jahr in eine "Containerschule" – schafft die Gemeinde 15 Interaktive Tafeln an. Die dafür im 1. Nachtragshaushalt 2020 bereitgestellten 75.000 Euro sollen über den Digitalpakt gegenfinanziert werden, erläuterte Netzband. Er gab sich zuversichtlich, dass die Geräte rechtzeitig zum Umzug zur Verfügung stehen.

Weitere nennenswerte Posten sind der Haushaltsansatz von 4.900 Euro für Schulveranstaltungen – darunter fallen die Präventionsarbeit (3.500 Euro), Selbstbehauptungskurse (600 Euro), die Betreuungsarbeit (400 Euro) sowie eine Pauschale (400 Euro).

Für die Anschaffung von Mobiliar für die Verwaltung der Grundschule veranschlagt die Gemeinde 10.000 Euro. Davon stammen 4.000 Euro aus dem Haushaltsjahr 2020. Das Geld will die Schule in Möbel für das Sekretariat, das Rektor- sowie Konrektorzimmer und Schränke für das Lehrerzimmer stecken.

Für die EDV-Ausstattung des Arbeitsplatzes von Konrektorin Johanna Geers sieht die Gemeinde überdies einen Ansatz von 1.300 Euro für einen PC mit zwei Bildschirmen, Tastatur und Halterung vor. Weitere 32.700 Euro sollen zudem in die Digitalisierung der St.-Johannes-Schule fließen.

Don-Bosco-Schule in Steinfeld:

An der Steinfelder Oberschule sollen die Stützwand und der Zaun zum Skaterplatz erneuert werden. Dafür sind 20.000 Euro vorgesehen. Für die Tische und Stühle in zwei Klassenräumen plant die Gemeinde einen Ansatz von 9.000 Euro ein. Für das Mobiliar in der Mensa hat die Don-Bosco-Schule weitere 4.000 Euro beantragt. 2.600 Euro waren zunächst für den Kauf eines Industrie-Aktenvernichters vorgesehen. Nach einem Einwand von Roland Bünnemeyer (CDU) soll nun aber noch einmal geprüft werden, ob es günstiger ist, eine Fachfirma mit der Aktenvernichtung zu beauftragen.

Für Schränke und Regale in 18 Klassenräumen werden 10.000 Euro bereitgestellt. Weiter beabsichtigt die Oberschule, den Außenbereich neu zu gestalten. Für die Planungen stellt die Gemeinde 25.000 Euro bereit. Für eine Schrankanlage inklusive Springseilen und Handbällen für die Sporthalle sieht das Budget insgesamt 6.300 Euro vor. Davon stammen 2.300 Euro aus dem Haushaltsjahr 2019.

Für den Digitalpakt will die Gemeinde der Don-Bosco-Schule in 2021 insgesamt 43.800 Euro bereitstellen. Wie Schulleiter Andreas Koch ausführte, würden dazu aktuell noch Gespräche geführt. Die Oberschule wolle das Geld in Interaktive Tafeln investieren. "Wir orientieren uns dabei am Förderbetrag", teilte Koch mit. 

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