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Steinfelder Politik beerdigt Schlachthof-Pläne

Der Rat hat überraschend deutlich gegen den Verkauf einer 5,5 Hektar großen Gewerbefläche im Südwesten der Gemeinde entschieden.

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Kein neuer Geflügelschlachthof in Steinfeld: Der Gemeinderat hat sich am Donnerstag gegen das umstrittene Bauvorhaben entschieden. Foto: Timphaus

Kein neuer Geflügelschlachthof in Steinfeld: Der Gemeinderat hat sich am Donnerstag gegen das umstrittene Bauvorhaben entschieden. Foto: Timphaus

Die Debatte ist beendet: Das Vorhaben der Firma Gut Bergmark Premium Geflügel, im Südwesten Steinfelds einen neuen Schlachthof zu bauen, ist gescheitert. Der Gemeinderat hat sich am Donnerstagabend  überraschend deutlich mit 12 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung gegen den Verkauf einer 5,5 Hektar großen Gewerbefläche ausgesprochen. Der Verwaltungsausschuss hatte dem Vorhaben vor knapp zwei Monaten noch mehrheitlich zugestimmt.

Die UWG/SPD-Gruppe votierte geschlossen gegen das Projekt. Sechs Mitglieder der CDU-Fraktion stellten sich gegen die fraktionsinterne Entscheidung, die Schlachthof-Pläne zu unterstützen. Auffällig war, dass sich neben Bürgermeisterin Manuela Honkomp vor allem CDU-Ratsmitglieder aus Mühlen für den Verkauf aussprachen. Andrea Strothmeyer (CDU) enthielt sich ihrer Stimme.

Zu Beginn der Sitzung hatte Kay Schönfeld, Regionalleiter beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), die Möglichkeiten der dezentralen Brauchwasserversorgung für den Schlachthof auf Steinfelder Gebiet aufgezeigt. 

CDU-Fraktionschef will keine Aussprache

Da es sich um eine Grundstücksangelegenheit handelte, war beim eigentlichen Tagesordnungspunkt keine öffentliche Diskussion möglich. Der Ratsvorsitzende Michael Bavendiek (CDU) hatte dies eingangs unter Verweis auf die Geschäftsordnung erläutert.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Harpenau beantragte nach einem Plädoyer Heinrichs Luhrs (UWG/SPD) für eine Ablehnung die sofortige Abstimmung. Dies sorgte für Ärger bei Hubert Pille (CDU), der sich eine nicht-öffentliche Aussprache gewünscht hätte. "Dies wird strategisch unterbunden", zürnte er.

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