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Steinfelder Gemeinderat nimmt Arbeit auf

Roland Bünnemeyer (CDU) ist neuer Ratsvorsitzender. Zu seinem Stellvertreter wählten die Mitglieder Bernard Zmijewski (UWG/SPD-Gruppe). Die stellvertretenden Bürgermeister sind zwei Altbekannte.

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Zum Wohle Steinfelds: Der Gemeinderat hat sich am Montag konstituiert. Damit startet das Kommunalparlament in eine neue Ratsperiode, die bis 2026 andauert. Foto: Hoffmann

Zum Wohle Steinfelds: Der Gemeinderat hat sich am Montag konstituiert. Damit startet das Kommunalparlament in eine neue Ratsperiode, die bis 2026 andauert. Foto: Hoffmann

Die ersten Entscheidungen der Ratsperiode 2021 bis 2026 in Steinfeld sind gefallen. Die konstituierende Sitzung des Kommunalparlaments in der Schankwirtschaft Overmeyer – die Gemeinde lässt aktuell den Ratssaal renovieren – eröffnete Alterspräsident Heinrich Luhr (UWG). Er rief zur Zusammenarbeit zum Wohle der Steinfelder Bevölkerung auf – und konnte sich dabei den Nachsatz nicht verkneifen, dass es in diesem Bereich mit Blick auf die Vergangenheit durchaus Steigerungspotenziale gebe. 

Während der folgenden knapp zweistündigen Sitzung wurde die Eintracht eigentlich nur einmal durchbrochen. Luhr selbst, neuer und alter Vorsitzender der wieder aufgelegten UWG/SPD-Gruppe, störte den politischen Frieden. Er stellte den Antrag auf Einsetzung von drei statt zwei stellvertretenden Bürgermeistern. Diesen Vorstoß schmetterte die CDU-Fraktion aber ab.

Bünnemeyer (CDU) folgt auf Parteikollege Bavendiek

Bei der anschließenden Kampfabstimmung hatte der Schemder dann das Nachsehen gegenüber Hubert Pille (CDU). Der Mühler bekleidet den Posten seit 15 Jahren und soll dies nach dem Willen des Rates auch in den kommenden fünf Jahren tun. Thomas Meyer (CDU), ebenfalls seit 15 Jahren stellvertretender Bürgermeister, hatte keinen Gegenkandidaten. Ihn wählten die Mitglieder einmütig bei drei Enthaltungen.

Neuer Ratsvorsitzender: Roland Bünnemeyer (CDU) aus Mühlen. Foto: Agentur am Achten TagNeuer Ratsvorsitzender: Roland Bünnemeyer (CDU) aus Mühlen. Foto: Agentur am Achten Tag

Deutlich harmonischer verlief die Abstimmung um den neuen Ratsvorsitzenden. Roland Bünnemeyer (CDU) trat die Nachfolge von Parteikollege Michael Bavendiek an, der nach 20 Jahren kommunalpolitischen Wirkens bei der Gemeinderatswahl nicht wieder angetreten war. Bünnemeyer bedankte sich für das Vertrauen. Der Mühler kündigte an, er werde sich stets um eine unparteiische Leitung der Ratssitzungen bemühen.

Eine kleine Überraschung gab es bei der Wahl des stellvertretenden Ratsvorsitzenden. Der neue und alte CDU-Fraktionsvorsitzende, Peter Harpenau, schlug den UWG-Ratsherrn Bernard Zmijewski vor. Das Votum für den pensionierten Polizeibeamten fiel einmütig aus.

Gemeinderat stellt um auf digitale Arbeit

Eine weitere wichtige Entscheidung, die das mit acht Neulingen und einem Rückkehrer – Frank Pille (CDU) – besetzte Gremium traf, war die Umstellung auf digitale Ratsarbeit. Dazu war eine Änderung der Geschäftsordnung erforderlich. 

Die Umstellung soll nach den Worten des Ersten Gemeinderates Oliver Netzband nicht ad hoc, sondern in einer Übergangsphase erfolgen. Auf Vorschlag von Luhr einigte sich das Gremium darauf, dass künftig für jedes Ratsmitglied 10 Euro pro Monat als Kostenersatz für die Anschaffung digitaler Endgeräte bereitgestellt werden. Ursprünglich hatte die Gemeinde vorgesehen, eine einmalige Pauschale von 520 Euro auszuzahlen. 

Die Entsendung von Vertretern der Gemeinde in verschiedene Gremien verlief ohne Vorkommnisse. Die weiteren Entscheidungen und Bekanntgaben im Überblick:

  • Fraktionen und Gruppen: Die CDU-Fraktion zählt 15 Mitglieder. Vorsitzender ist Peter Harpenau, sein Stellvertreter heißt Frank Pille. Die Fraktionen von UWG (5 Mitglieder) und SPD (2) haben sich zur UWG/SPD-Gruppe zusammengeschlossen. Vorsitzender ist Heinrich Luhr, die Vertretung übernimmt Christian Katzer (UWG).
  • Verwaltungsausschuss: Dem nicht-öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss, der über große Entscheidungsbefugnisse verfügt, gehören sechs Beigeordnete an: Hubert Pille, Hugo Fröhle, Thomas Meyer, Peter Harpenau (alle CDU) sowie Heinrich Luhr und Martin Schlarmann (beide UWG/SPD-Gruppe). Als Vertreter wurden benannt: Roland Bünnemeyer, Andrea Strothmeyer, Hubert Ritterhoff und Jutta Arkenberg (alle CDU) sowie Melanie Schockemöhle und Bernard Zmijewski (beide UWG/SPD-Gruppe). 
  • Bau-, Planungs- und Wirtschaftsförderungsausschuss: Max Korbion übernimmt den Vorsitz, sein Stellvertreter ist Frank Pille (beide CDU). Die weiteren Mitglieder sind Ralf Wilberding, Hubert Ritterhoff, Margareta Haskamp und Andrea Strothmeyer (alle CDU) sowie Christian Katzer und Bernard Zmijewski (beide UWG/SPD-Gruppe).
  • Familien-, Kultur- und Sportausschuss: Vorsitzende ist Jutta Arkenberg, ihre Stellvertreterin heißt Caroline Trumme (beide CDU). Die weiteren Mitglieder sind Max Korbion, Jörg Schlarmann, Andrej Geneberg und Roland Bünnemeyer (alle CDU) sowie Lars Beckmann und Melanie Schockemöhle (beide UWG/SPD-Gruppe).
  • Schulausschuss: Vorsitzender ist Christoph Schlarmann, seine Vertretung übernimmt Melanie Schockemöhle (beide UWG/SPD-Gruppe). Die weiteren Mitglieder sind Caroline Trumme, Andrej Geneberg, Jörg Schlarmann, Jutta Arkenberg, Roland Bünnemeyer und Frank Pille (alle CDU). 
  • Umwelt-, Straßen- und Wegeausschuss: Vorsitzende ist Andrea Strothmeyer, der Stellvertreter heißt Ralf Wilberding (beide CDU). Die weiteren Mitglieder sind Hubert Ritterhoff, Margareta Haskamp, Andrej Geneberg und Hugo Fröhle (alle CDU) sowie Christian Katzer und Bernard Zmijewski (beide UWG/SPD-Gruppe).
  • Betriebsausschuss: Vorsitzender ist Hubert Ritterhoff, seine Vertretung übernimmt Hubert Pille (beide CDU). Die weiteren Mitglieder sind Ralf Wilberding, Margareta Haskamp und Frank Pille (alle CDU) sowie Martin Schlarmann und Melanie Schockemöhle (beide UWG/SPD-Gruppe).

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