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Steinfeld will Marktplatz und Platz an der Lohgerberei aufwerten

Das Budget aus dem Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ soll in die Gestaltung der beiden zentralen Plätze fließen. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität im Ortskern zu erhöhen.

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Der Marktplatz in Steinfeld soll zu einem "multifunktionalen Begegnungsraum zum Verweilen und Ruhen für alle Generationen im Ortskern" werden, heißt es aus dem Rathaus.   Foto: Timphaus

Der Marktplatz in Steinfeld soll zu einem "multifunktionalen Begegnungsraum zum Verweilen und Ruhen für alle Generationen im Ortskern" werden, heißt es aus dem Rathaus.   Foto: Timphaus

Die Gemeinde Steinfeld will das Budget aus dem Sofortprogramm "Perspektive Innenstadt" des Landes Niedersachsen für die Aufwertung von zwei zentralen Plätzen im Ortskern nutzen. Zum einen soll der Marktplatz durch die Schaffung von Erholungs- und Verweilzonen belebt und seine Attraktivität gesteigert werden. Zum anderen beabsichtigt die Gemeinde, die Aufenthaltsqualität des Platzes vor der Lohgerberei weiter zu verbessern.

Zur Finanzierung stehen zunächst 345.000 Euro an Landesmitteln bereit. Die Gemeinde muss die Projekte jeweils zu 10 Prozent aus Eigenmitteln finanzieren; das macht 38.333 Euro. Weiter hat das niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung nach Angaben von Bürgermeisterin Manuela Honkomp signalisiert, dass das Budget möglicherweise um weitere 100.000 Euro aufgestockt werden könnte.

Die Frist für den ersten Einzelantrag endet am 31. März. Zu diesem Stichtag will die Gemeinde bereits beide Vorhaben einreichen. Die Projekte müssen bis Ende März 2023 abgeschlossen sein.

Die Aufenthaltsqualität des Platzes vor der Lohgerberei in Steinfeld soll weiter verbessert werden.  Foto: TimphausDie Aufenthaltsqualität des Platzes vor der Lohgerberei in Steinfeld soll weiter verbessert werden.  Foto: Timphaus

Zur Umgestaltung des Marktplatzes heißt es aus dem Steinfelder Rathaus: "Der Marktplatz dient bisher als Parkplatz und wird zwei- bis dreimal im Jahr für Veranstaltungen genutzt. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu steigern und einen multifunktionalen Begegnungsraum zum Verweilen und Ruhen für alle Generationen im Ortskern zu schaffen. Die vorhandene Gastronomie und die Galerie „Kunstraum“ tragen zur Belebung des Platzes bei. Neues Mobiliar, LED-Beleuchtung, Begrünung, E-Bike-Ladestationen steigern die Attraktivität sowohl für Bürger vor Ort als auch für Touristen. Es entsteht ein Mehrwert für verschiedene Nutzergruppen." Die Kosten belaufen sich auf rund 307.000 Euro.

An der Lohgerberei möchte die Gemeinde weitere Spielangebote schaffen und den Platz attraktiver gestalten. Es heißt: "Ziel der Aufwertung und Belebung des Platzes an der Lohgerberei ist es, Jung und Alt an einem Ort für Freizeit, Erholung und Kultur zusammenzubringen. Der bisherige Spielplatz an der Lohgerberei ist mitten im Ortskern ein beliebter Treffpunkt für Familien. Durch die Schaffung neuer Spielangebote soll ein Mehrgenerationen-Treffpunkt entstehen. Nebst den Spielangeboten soll der Platz durch Baumbodenstrahler, Fahrradparkplätze und Sitzgelegenheiten an Attraktivität gewinnen. Der ebenfalls neu gestaltete Marktplatz ist fußläufig zu erreichen. Somit entstehen Synergieeffekte für den Ortskern." Die Kosten liegen bei etwa 83.000 Euro.

Ingenieurbüro Frilling + Rolfs ist im Einsatz

Bis zum 30. Juni, dem endgültigen Stichtag des Sofortprogramms, sind nach Angaben der Gemeinde Steinfeld keine zusätzlichen Antragstellungen mehr vorgesehen. Dies hängt mit dem "ambitionierten Zeitplan" und den "begrenzten finanziellen Mitteln" zusammen, heißt es.

Bei der Konzeption hat die Gemeinde mit dem Ingenieurbüro Frilling + Rolfs aus Vechta zusammengearbeitet. Weiter sei für das Förderprogramm ein Beratervertrag mit der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) geschlossen worden, teilt Sprecherin Christina Hoffmann mit.

Die Vechtaer Planer entwickelten aus einer gemeinsam mit der Verwaltung erarbeiteten Ideenskizze ein Gesamtkonzept. Ein Arbeitskreis mit Vertretern aus Verwaltung und Politik, vom Ingenieurbüro und der NLG begutachtete das Entwurfskonzept. Bei der Ergänzung des Lohgerberei-Umfeldes sei außerdem der Heimatverein Steinfeld beteiligt worden, sagt Hoffmann.

Politik hatte Fokus ursprünglich woanders gesetzt

Die Steinfelder Politik hatte sich im Juli 2021 dazu entschieden, bei dem Konzept den Fokus auf Radverkehr, Mobilität im Ortskern und Barrierefreiheit zu legen. Im Laufe des vergangenen Jahres sei das Förderprogramm weiter konkretisiert worden, sagt Hoffmann, sodass sich die Gemeinde dann "aufgrund des engen Zeitraums" auf das Handlungsfeld „Kultur, Freizeit, Tourismus“ konzentriert habe.

  • Info: Der Gemeinderat Steinfeld befasst sich in seiner Sitzung am Mittwoch (23. März) mit den beiden Projekten für das Sofortprogramm "Perspektive Innenstadt" – und der Finanzierung. Beginn der Sitzung ist um 17 Uhr in der Aula der Don-Bosco-Schule.

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