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Steinfeld plant zweite Krippengruppe im Kindergarten St. Antonius

Die Kapazitäten sollen durch einen Anbau vergrößert werden. Um das aktuelle Fehl auszugleichen, ist eine Containeranlage beantragt. Weiter denkt die Gemeinde über den Bau einer Cafeteria nach.

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Der Kindergarten St. Antonius in Mühlen grenzt rückwärtig an den Klosterwald. Eigentümerin des Grundstücks ist die Pfarrei St. Johannes Baptist.   Foto: Timphaus

Der Kindergarten St. Antonius in Mühlen grenzt rückwärtig an den Klosterwald. Eigentümerin des Grundstücks ist die Pfarrei St. Johannes Baptist.   Foto: Timphaus

Um Kapazitätsprobleme im Krippenbereich in Mühlen zu beheben, plant die Gemeinde Steinfeld, den Kindergarten St. Antonius zu erweitern. Zum einen soll die Einrichtung an der Hufeisenstraße in nördlicher Richtung um eine Krippengruppe ergänzt werden. Zum anderen könnte – um das Angebot zu verbessern und an heutige Standards anzupassen – auf der Ostseite des Gebäudes ein schon länger in Aussicht gestellter Anbau für eine Cafeteria realisiert werden.

Bauherrin ist die Pfarrei St. Johannes Baptist, der das Grundstück gehört und in deren Trägerschaft sich die Kindertagesstätte befindet. Die Gemeinde trägt aber mit 90 Prozent den Löwenanteil der Kosten.

Das Fehl im Krippenbereich beträgt nach Angaben des Ersten Gemeinderats Oliver Netzband aktuell 12 Plätze. Um zumindest zu Beginn des Kindergartenjahres 2022/23 ausreichend Krippenplätze zur Verfügung stellen zu können, plant die Gemeinde, eine Containeranlage mit fünf Modulen aufzustellen. Dies hatte die Politik zum Ende des vergangenen Jahres in einer Sondersitzung beschlossen. Der Bauantrag ist mittlerweile beim Landkreis Vechta gestellt.

Außengruppe soll verlängert werden

In der jüngsten Sitzung des Familien-, Kultur- und Sportausschusses stellte der Steinfelder Architekt Ignatz Funke erste Entwürfe für die Erweiterungen vor. Nach vielen Detailfragen verwiesen die Mitglieder des Gremiums das Thema auf Vorschlag der Ausschussvorsitzenden Jutta Arkenberg (CDU) zur weiteren Beratung in die Fraktionen.

Netzband hatte eingangs die Hintergründe des Vorhabens erörtert. Er erinnerte daran, dass der Kindergarten seit August 2019 eine Außengruppe mit 20 Plätzen im Obergeschoss des Maximilian-Kolbe-Hauses betreibt. Das Landesjugendamt hatte diese Kindergartengruppe für zunächst 3 Jahre genehmigt.

Im Haushalt stehen 800.000 Euro bereit

Aufgrund der Fortschritte der Gemeinde bei den Planungen für den Neubau einer fünften Kindertagesstätte am Schemder Weg sei eine Verlängerung der in diesem Sommer auslaufenden Genehmigung wahrscheinlich, sagte Netzband. Weiter informierte er, dass der Kindergarten St. Antonius die einzige Einrichtung dieser Art in Steinfeld sei, die bisher nur über eine Krippengruppe verfüge.

Im Haushalt der Gemeinde stehen 800.000 Euro für den Bau einer zweiten Krippengruppe in Mühlen bereit. Während der Sitzung wurden zu den Finanzen keine weiteren Angaben gemacht.

Funke ging detailliert auf die beiden Erweiterungen ein. Die zweite Krippengruppe soll im Anschluss an die erste gebaut werden. Im Obergeschoss ist ein Personalraum vorgesehen. "Die Außenfläche ist groß genug", sagte Funke und bezog sich dabei auch auf den Cafeteria-Anbau, dessen Flachdach begrünt und mit einem Oberlicht versehen werden soll. Architektonisch sollen sich beide Neubauten an die Bestandsgebäude anpassen.

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