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Stapelfeld und Vahren stehen E233-Ausbau skeptisch gegenüber

Ortsvorsteher Ludger Stammermann spricht mit OM-Online über den Ausbau der Bundesstraße. Der vierspurige Ausbau hätte Konsequenzen für den Cloppenburger Ortsteil.

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Stapelfelds Ortsvorsteher Ludger Stammermann glaubt: Den Ausbau in den Ortschaften möchte niemand.   Foto: Hermes

Stapelfelds Ortsvorsteher Ludger Stammermann glaubt: Den Ausbau in den Ortschaften möchte niemand.   Foto: Hermes

Ein großes Gesprächsthema in Stapelfeld und Vahren ist und bleibt der Ausbau der E233. "Meine Wahrnehmung ist, dass in den Ortschaften niemand diesen Ausbau möchte", erklärt Ortsvorsteher Ludger Stammermann im Gespräch mit OM-Online. Jüngst kam das Thema wieder verstärkt auf, da im Fachausschuss der Stadt über mögliche Folgen für den Sportverein beraten wurde.

Stammermann selbst geht davon aus, dass sich die Planungen noch über Jahre hinziehen, zudem seien im weiteren Verfahren noch Klagen möglich. "Dem Sportverein wäre es natürlich am liebsten, wenn alles so bleibt, wie es ist. Falls der Ausbau aber vollzogen wird, wären wir natürlich glücklich über eine Alternative", so Stammermann weiter. Der Austausch mit Stadt und Landkreis dazu sei bislang positiv gewesen. Nach den aktuellen Planungen würden die Plätze weiter zwischen die beiden angrenzenden Bundesstraßen verlegt, dies sei aber einigermaßen erträglich.

Ortschaften befürchten eine Zersiedelung

Aber nicht nur der Sportverein stehe dem Ausbau skeptisch gegenüber, auch die beiden Ortschaften Stapelfeld und Vahren haben Vorbehalte und befürchten eine Zersiedelung. "Wir sind durch viele Vereine fest miteinander verbunden, der Ausbau würde dies räumlich noch mehr trennen. Das wäre schon ein Einschnitt", sagt Stammermann. Vieles sei aber noch vage, so auch die Ausgestaltung eines möglichen Lärmschutzes: "Man muss dann immer noch abwarten, was am Ende wirklich umgesetzt wird." Stammermann sei jedenfalls auch im Hinblick auf eine mögliche Verkehrswende gespannt, wie sich die Planungen in der Zukunft entwickeln.

Für Diskussionen habe zudem eine vom Bund geplante Brücke gesorgt, die die Ortschaften verbinden soll. "Das wäre ja ein Riesengewerk, was für das Ortsbild nicht gut wäre". Landwirte würden zwar durchaus eine direkte Verbindung benötigen, Autofahrer könnten allerdings auch die bestehende Kreuzung der Bundesstraßen nutzen. "Schön wäre eine Brücke nur für Radfahrer und Fußgänger", sagt Stammermann. Dadurch würde auch der Durchgangsverkehr in der Stapelfelder Kirchstraße reduziert, was viele Anwohner begrüßen würden.

„Ich wusste zwar nicht genau, was auf mich zukommt. Aber es macht Spaß und ist sehr interessant“Ortsvorsteher Ludger Stammermann

Stammermann ist als Nachfolger von Theo Stukenborg seit Ende des vergangenen Jahres Ortsvorsteher: "Ich wusste zwar nicht genau, was auf mich zukommt. Aber es macht Spaß und ist sehr interessant". So bekomme er Einblicke in die Arbeit der Verwaltung und des Stadtrates. Eine Hilfe sei sein gutes Netzwerk, denn Stammermann ist in vielen Vereinen Mitglied oder sogar im Vorstand tätig. "Ich glaube, dass ich gut kommunizieren kann und die Menschen hier kenne". Er sehe sich als Sprachrohr zwischen Verwaltung und den Ortschaften.

Als eine der ersten Amtshandlungen legte er die Homepage www.stapelfeld-vahren.de auf, hier gibt es alle Infos rund um den Cloppenburger Ortsteil. "Es wird manchmal spekuliert und Gerüchte kommen auf. Dem möchte ich damit neutral entgegenwirken und die Rückmeldungen sind sehr positiv", freut sich der Ortsvorsteher. Ein weiteres Thema für die nähere Zukunft seien Spielplätze. So sei der Dorfverein Vahren mit einem Wunsch an ihn herangetreten, diesen habe er an die Verwaltung weitergegeben. Positiv gesehen werde auch das Bauvorhaben der Familie Lüske, die ein neues Gartencenter im Dreieck der B213 und der B68 errichten möchte.

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