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Stadt will Förderrichtlinie für Sportvereine anpassen

Einen entsprechenenden Antrag hat DJK Stapelfeld gestellt. Laut Vorschlag kann der Eigenanteil von Sportvereinen bei Maßnahmen in begründeten Fällen reduziert werden.

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BU: Änderung beantragt: Der Verein DJK Stapelfeld möchte die Sportförderrichtlinien anpassen lassen.           Foto: Hermes

BU: Änderung beantragt: Der Verein DJK Stapelfeld möchte die Sportförderrichtlinien anpassen lassen.           Foto: Hermes

Für eine Änderung der Sportförderrichtlinien haben sich die Mitglieder des Kultur,- Sport- und Marktausschusses einstimmig ausgesprochen. Hintergrund ist ein Antrag des Vereins DJK Stapelfeld, der eine Reduzierung des Eigenanteils vorschlägt.

Nun soll eine Ergänzung eingefügt werden: „Die Kosten der Maßnahmen müssen angemessen sein. Der Träger hat einen Eigenanteil einschließlich der Eigenleistungen von mindestens 20 Prozent zu erbringen. In begründeten Ausnahmefällen kann von der Forderung des finanziellen Eigenanteils ganz oder teilweise abgesehen werden. Eigenarbeitsleistungen können mit 15 Euro pro Stunde in Ansatz gebracht werden. Eine Nachfinanzierung durch zusätzliche Zuschüsse der Stadt findet nicht statt.“

SPD-Ratsherr Andreas Borchers konnte sich mit dem Antrag anfreunden: „Die Unterstützung von Vereinen ist wichtig. gerade auch in dieser Zeit, denn sie liegen aufgrund der Pandemie auch seit einem Jahr brach.“

SPD-Ratsherr Andreas Borchers. Foto: NguyenSPD-Ratsherr Andreas Borchers. Foto: Nguyen

Der Verein begründet seinen Antrag mit den steigenden Fördermöglichkeiten unterschiedlicher Förderträger, insbesondere im Bereich der energetischen Sanierung.

In ihrer Beschlussvorlage merkt die Verwaltung zudem an, dass die Vereine selbst bei den „üblichen“ Sportförderungen nicht immer die maximale Fördersumme des Landessportbundes, des Landkreises (KSB) und der Stadt in Anspruch nehmen können:

Beim Sportstättenbau fördert die Stadt mit maximal 35 Prozent, höchstens jedoch 50.000 Euro, der Landkreis bis zu 20 Prozent, höchstens 100.000 Euro und der Landessportbund mit 30 Prozent, höchstens 100.000 Euro. Maximal könne so eine Gesamtförderung in Höhe von 85 Prozent erzielt werden. „Da für die Förderung der Stadt Cloppenburg ein Eigenanteil von 20 Prozent nachzuweisen ist, blieben fünf Prozent der Baukosten übrig, die nicht als Förderung vom Verein in Anspruch genommen werden kann“, heißt es seitens der Verwaltung.

Zur Lösung am Landkreis orientieren

In diesen Fällen kürzt der Landessportbund im Zuge der Anschlussfinanzierung seinen Förderanteil nach Vorlage des Verwendungsnachweises. Neben diesen „typischen“ Fördermöglichkeiten des Sportstättenbaus kommen weitere Förderprogramme, insbesondere zur energetischen Sanierung, bei denen weit höhere Förderungen möglich sind, für die Vereine in Betracht.

Zur Lösung könne man sich am Landkreis orientieren, der in begründeten Ausnahmefällen von der Forderung des finanziellen Eigenanteils ganz oder auch teilweise absieht. „Die Vereine müssen dann begründen, warum angesichts der verschiedenen Fördermöglichkeiten der nachzuweisende Eigenanteil reduziert werden soll“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Aufgrund des Sportentwicklungsplanes sei auch die grundsätzliche Überarbeitung der Förderrichtlinien denkbar.

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