Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Stadt Vechta erhält Fördermittel für lang ersehnten Radweg

Die Bauarbeiten auf einem Teilstück zwischen Langförden und Bühren sollen im Frühjahr 2022 beginnen. Eine Asphaltierung auf ganzer Länge wird es hingegen nicht geben.

Artikel teilen:
Grünes Licht für den Radweg: Ein rund 900 Meter langes Teilstück zwischen Langförden und Bühren soll im nächsten Jahr ausgebaut werden. Die Förderquote beträgt 80 Prozent. Karte: Stadt Vechta

Grünes Licht für den Radweg: Ein rund 900 Meter langes Teilstück zwischen Langförden und Bühren soll im nächsten Jahr ausgebaut werden. Die Förderquote beträgt 80 Prozent. Karte: Stadt Vechta

Das lange Warten auf den Radweg zwischen Langförden und Bühren hat ein Ende: Im Laufe des kommenden Jahres soll ein wesentlicher Bestandteil der grenzübergreifenden Pläne endlich umgesetzt werden. Dabei kann die Stadt Vechta auf Fördermittel aus einem Bundesprogramm bauen. Wie die Verwaltung auf Anfrage mitteilt, ist der erhoffte Bescheid kurz vor Jahresfrist im Rathaus eingegangen.

Bereits in der jüngsten Sitzung des Ortsrates Langförden hatte Fachbereichsleiterin Christel Scharf auf wiederholte Nachfrage aus der Bevölkerung mitgeteilt, dass es zeitnah eine Entscheidung über den Förderantrag geben werde. Trotz ihres vorsichtigen Optimismus wollte sie Anfang Dezember aber keine Versprechen machen. Nun konnte die Verwaltung den Vollzug melden.

„Über diese Nachricht zur Weihnachtszeit freuen wir uns sehr. Nun kann ein lang gehegter Wunsch der Langfördener in die Tat umgesetzt werden“, freut sich Bürgermeister Kristian Kater (SPD) über die Zusage. Die Beharrlichkeit der Kommune, sich um die Fördermittel zu bemühen, habe sich ausgezahlt. Laut dem vorliegenden Bescheid würden 80 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben durch die Zuschüsse abgedeckt.

Die Stadt Vechta hatte sich zunächst um eine Förderung aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen beworben. Dabei ging es um ein umfangreiches Radwegekonzept rund um Langförden, das der Arbeitskreis Dorferneuerung zusammen mit dem Planungsbüro Diekmann und Mosebach aus Rastede erarbeitet hatte. Dieser Antrag war jedoch abgelehnt worden.

Nach der Absage beantragte die Stadt Vechta eine Förderung des Einzelprojekts Langförden-Bühren über das „Sonderprogramm Stadt und Land für flächendeckende Fahrradinfrastruktur“ des Bundesverkehrsministeriums. Mit Erfolg, wie sich nun herausstellt: Laut Verwaltung wird das Programm von den Bundesländern umgesetzt, zuständig in Niedersachsen ist die N-Bank.

Teilstück hat eine Länge von etwa 900 Metern

Der Streckenverlauf ist bereits vor geraumer Zeit in den politischen Gremien vorgestellt worden. Das Teilstück auf Vechtaer Stadtgebiet ist etwa 900 Meter lang. Der Radweg wird auf einer Breite von 2,50 Metern asphaltiert. Entlang der Strecke sollen Bäume gepflanzt werden, unter anderen verschiedene Obstsorten. Daneben bleibt ein Feldweg für landwirtschaftliche Fahrzeuge, für die zudem drei Überwege geschaffen werden.

Laut Mitteilung der Vechtaer Stadtverwaltung ist die Planung mit der Gemeinde Emstek, zu deren Gebiet die Ortschaft Bühren gehört, abgestimmt. Die Orte sollen mit einer Trasse verbunden werden. Auf Emsteker Seite ist ein Schotterweg vorhanden, der für Radfahrer ebenfalls ausgebaut werden könnte. Eine Asphaltierung kommt für die Nachbargemeinde jedoch nicht in Betracht.

Wie Emsteks Bürgermeister Michael Fischer auf Anfrage erklärt, sei die Kommune im Gespräch mit Wegegenossenschaft und Anliegern zu dem Schluss gekommen, den Schotterweg zu belassen und lediglich auszubessern. Selbst bei einer Beantragung von Fördermitteln wären eigene Kosten für den Ausbau des rund 1.500 Meter langen Teilstücks entstanden. Außerdem habe es Bedenken wegen eines möglicherweise verstärkten Durchgangsverkehrs gegeben, so Fischer.

Kosten belaufen sich auf etwa 300.000 Euro

Eine frühere Kostenschätzung für das Teilstück auf Vechtaer Seite beläuft sich auf 300.000 Euro. Durch Preissteigerungen könnte sich der Betrag noch erhöhen. Genaue Zahlen soll die Ausschreibung im Januar ergeben, erklärt Pressesprecher Volker Kläne auf Nachfrage. Der Großteil werde durch die Förderung abgedeckt. Darin seien auch Planung und Bepflanzung enthalten. Baubeginn könne je nach Wetterlage im März oder April sein. "Die Arbeiten werden etwa sechs Monate dauern", prognostizierte Kläne.

Langfördens Ortsbürgermeister Dirk Lübbe freut sich über die Entwicklung und hebt den Einsatz des alten Ortsrates und des Arbeitskreises bei diesem langwierigen Projekt hervor. Von dem Radweg würden insbesondere die Mitglieder der Kirchengemeinde und des Sportvereins profitieren, weil sie häufig zwischen den Gemeinden pendelten. Aber auch auf Kreisebene sei die Verbindung zwischen Vechta und Cloppenburg von Bedeutung.

Es sei der richtige Schritt gewesen, die Einzelmaßnahme aus dem ursprünglichen Radwegekonzept herauszunehmen und gesondert zu beantragen, so Lübbe. Nun müsse sich die Kommune um weitere Maßnahmen bemühen, um auch die einzelnen Bauerschaften rund um Langförden an das Wegenetz anzubinden. Der neue Radweg entlang des Alten Bahndamms zwischen Vechta und Langförden werde bereits rege genutzt.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Stadt Vechta erhält Fördermittel für lang ersehnten Radweg - OM online