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Stadt Vechta bekommt mehr Personal für die Mammutaufgabe

Zur Abwicklung der Förderprogramme für die Innenstadt wird eine neue Stelle im Rathaus geschaffen. Bei der Finanzierung hilft das Land Niedersachsen.

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Willkommene Finanzspritze für die Stadt Vechta: Bürgermeister Kristian Kater (vorne, 3. von links) nahm im Rahmen des Stoppelmarktes den Förderbescheid von Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier in Empfang. Mit ihnen freuten sich (von links) die Ratsvertreter Annette Wilking, Simone Göhner, Felix Wehry, Michael Moormann und Bernhard Schwarting, Stabsstellenleiter Dr. Frank Käthler, Landtagsabgeordneter Dr. Stephan Siemer, Stabsstellenmitarbeiter Adrian Spannagel und Talke Hinrichs-Fehrendt vom Amt für Regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Foto: Stadt Vechta / Kokenge

Willkommene Finanzspritze für die Stadt Vechta: Bürgermeister Kristian Kater (vorne, 3. von links) nahm im Rahmen des Stoppelmarktes den Förderbescheid von Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier in Empfang. Mit ihnen freuten sich (von links) die Ratsvertreter Annette Wilking, Simone Göhner, Felix Wehry, Michael Moormann und Bernhard Schwarting, Stabsstellenleiter Dr. Frank Käthler, Landtagsabgeordneter Dr. Stephan Siemer, Stabsstellenmitarbeiter Adrian Spannagel und Talke Hinrichs-Fehrendt vom Amt für Regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Foto: Stadt Vechta / Kokenge

Die Stadt Vechta steht vor einer Mammutaufgabe. Zur Entwicklung der Innenstadt sollen in den kommenden Jahren insgesamt 31 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 1,92 Millionen Euro umgesetzt werden. Bei der Bearbeitung der vielfältigen Projekte bekommt die Verwaltung personelle Verstärkung. Mit Hilfe von Zuschüssen wird eine zusätzliche Stelle im Rathaus geschaffen.

Die Kommune hat sich in den zurückliegenden Monaten bei Land und Bund erfolgreich um Fördermittel für die Entwicklung der Innenstadt beworben. Als sich jetzt kurzfristig auch die Möglichkeit bot, eine finanzielle Unterstützung zur Deckung der Personalkosten bei der Koordination und Abwicklung der Maßnahmen zu beantragen, haben die Verantwortlichen nicht lange gezögert. Die Bewerbung zahlt sich nun in barer Münze aus.

Die Zusage für den fünfstelligen Betrag kam nicht etwa mit der Post, sondern wurde von höchster Stelle persönlich in Vechta übergeben. Am Rande des traditionellen Montagsempfangs auf dem Stoppelmarkt überreichte Matthias Wunderling-Weilbier, Staatssekretär im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, den Förderbescheid an die Vertreter der Stadt.

"Ich begrüße es sehr, dass die Stadt Vechta durch unsere Förderung das Innenstadt-Management weiter professionalisieren kann", erklärte Wunderling-Weilbier. Lebendige Städte seien für ein Flächenland wie Niedersachsen essenziell, denn sie strahlten auch ins Umland aus. Vor diesem Hintergrund könnten Städte über das Programm "Zukunftsräume Niedersachsen" konkrete, innovative Maßnahmen anschieben.

Neue Personalstelle wird auf 2 Jahre befristet

"Wir sind intensiv mit der doch recht aufwändigen Umsetzung der einzelnen Maßnahmen zur weiteren Attraktivierung unserer Innenstadt befasst. Da ist es sehr erfreulich, dass wir jetzt eine Zusage für die Übernahme von 60 Prozent der Kosten einer auf 2 Jahre befristeten Personalstelle für genau diesen Zweck erhalten", freute sich Bürgermeister Kristian Kater (SPD) über die Bewilligung.

Wie die Verwaltung auf Nachfrage erklärt, belaufen sich die jährlichen Personalkosten inklusive Arbeitgeberanteil auf rund 56.000 Euro. Abzüglich der Fördermittel braucht die Stadt Vechta nur 40 Prozent der Kosten zu tragen. Der Verwaltungsausschuss muss den Plänen noch zustimmen. Unmittelbar nach der entsprechenden Beschlussfassung soll die Stelle ausgeschrieben und möglichst kurzfristig besetzt werden, heißt es.

Die neue Kraft soll die Stadtverwaltung schwerpunktmäßig in der Entwicklung, Abwicklung und Abrechnung der Innenstadt-Förderprogramme unterstützen. Die Organisation der Projekte würde bereits seit vielen Monaten und auch in Zukunft in erheblichem Maße personelle Ressourcen binden, die an anderen Stellen in der Wirtschaftsförderung und im Marketing fehlten, sodass dort weniger Angebote gemacht werden könnten.

Angesiedelt wird die Stelle in der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Marketing, Städtepartnerschaften und Heimatpflege. Hier haben sich Dr. Frank Käthler und sein Team zuletzt intensiv um die Ausarbeitung des Investitionspaktes gekümmert, die einzelnen Maßnahmen mit der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen (N-Bank) abgestimmt und die Ausschreibungen vorbereitet.

"Sportliche" Herausforderung für alle Beteiligten

Die Förderquote für das Sofortprogramm des Landes ist äußerst attraktiv. Sie beträgt 90 Prozent. Allerdings müssen die Maßnahmen bis Ende März 2023 abgewickelt werden. Nicht ohne Grund spricht Stabsstellenleiter Käthler von einer "sportlichen" Herausforderung für alle Beteiligten. Der Förderanteil beim Bundesprogramm beläuft sich auf 75 Prozent. Hier müssen die Maßnahmen bis Ende August 2025 abgerechnet sein.

Das Spektrum der Projekte ist äußerst umfangreich und vielfältig. Ein wesentliches Ziel ist die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Hinzu kommen Aktivitäten in den Bereichen Klimaschutz, Events und Digitalisierung, und auch in verkehrstechnischer Hinsicht könnte sich auf der Großen Straße etwas tun. Somit dürfte die Einkaufsmeile an mehreren Stellen ein neues Gesicht bekommen.

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