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Stadt startet 2022 Straßenbau-Marathon mit vier Projekten

Nicht wie geplant 2022, sondern nach Abschluss der anderen Maßnahmen wird nach Aussage von Fachbereichsleiter Flerlage höchstwahrscheinlich erst 2023 mit der Sanierung der Elberger Straße begonnen.

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Jetzt am Ende der vier Projekte: Nicht wie geplant 2022, sondern erst 2023 wird die Elberger Straße zwischen Umgehung und Kreisel saniert. Neben neuen Kanälen wird die Fahrbahn schmaler gemacht. Foto: Siemer

Jetzt am Ende der vier Projekte: Nicht wie geplant 2022, sondern erst 2023 wird die Elberger Straße zwischen Umgehung und Kreisel saniert. Neben neuen Kanälen wird die Fahrbahn schmaler gemacht. Foto: Siemer

Einen wahren Straßenbau-Marathon startet die Stadt Löningen im kommenden Jahr mit gleich vier sowohl räumlich als auch organisatorisch aufeinander aufbauenden Projekten. Die wichtigste Neuigkeit für die betroffenen Anwohner der Elberger Straße verkündete Fachbereichsleiter Jens Flerlage auf der jüngsten Ratssitzung (wir berichteten). Hatte die Elberger Straße zwischen der Umgehung und dem Kreisel bereits im kommenden Jahr komplett und aufwändig saniert werden sollen, so wird diese Maßnahme an das Ende der Projektkette geschoben.

Er gehe davon aus, dass wegen der umfangreichen Arbeiten diese Maßnahme wahrscheinlich erst 2023 begonnen werden kann. Für einen der Anwohner hatte er auf eine entsprechende Frage am Ende der Sitzung eine erfreuliche Nachricht. Für das mehr als 2,7 Millionen Euro teure Projekt, für das es fast die Hälfte der Mittel aus dem Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz (GVFG) des Landes gibt, werden die Anwohner nicht anteilig zur Kasse gebeten. Mit mehr als 900.000 Euro veranschlagt ist die Maßnahme, mit der im kommenden Jahr begonnen werden muss, weil mehrere weitere Vorhaben für die Stadt ohne dieses Projekt nicht verwirklicht werden können. Dieses Vorhaben macht sich im Etat am wenigsten bemerkbar, denn es wird zu rund 90 Prozent gefördert.

Erstes Projekt ist der Bau des neuen Busbahnhofs

Den Löwenanteil mit mehr als 700.000 Euro steuert das Land für dieses ÖPNV-Projekt bei, mit über 100.000 Euro fördert der Landkreis Cloppenburg den Ausbau des Schülertransports. Entlang der Linderner Straße vor dem Hallenbad und der Realschule entsteht der neue Busbahnhof für das gesamte Schulzentrum mit sieben Haltestellen für lange Schulbusse. Der Bau ist unter anderem notwendig, weil das Copernicus-Gymnasium einen neuen Vorplatz mit Campus-Charakter erhält und dafür auch ein neuer großer Parkplatz auf der anderen Seite der Ringstraße neben der großen Sporthalle entsteht. Direkt im Anschluss und in einigen Bereichen fast parallel entsteht im Einmündungsbereich der Ringstraße auf die Linderner Straße ein Kreisverkehr. Der soll auch den Verkehr auf der breiten Zufahrtsstraße ins Zentrum vor den Schulen, zu denen mittelfristig durch den geplanten Neubau auch die Maximilian-Kolbe Förderschule kommt, deutlich abbremsen.

Neue Planstraße: Wenn das im Bau befindliche neue Feuerwehrgebäude genutzt wird, müssen die Rettungsfahrzeuge auch über die neue Verbindung schnell zur Linderner Straße gelangen können. Foto: SiemerNeue Planstraße: Wenn das im Bau befindliche neue Feuerwehrgebäude genutzt wird, müssen die Rettungsfahrzeuge auch über die neue Verbindung schnell zur Linderner Straße gelangen können. Foto: Siemer

Der Kreisel erhält eine weitere Ausfahrt, mit der die neue Verbindung zwischen der Elberger und der Linderner Straße angeschlossen wird. Damit kann die Löninger Feuerwehr sowohl über die Elberger wie auch die Linderner Straße schnell in alle Richtungen zu Einsätzen in der Stadtgemeinde ausrücken. Vorgesehen ist natürlich, dass es diese Möglichkeit bereits gibt, wenn das neue, im Bau befindliche Feuerwehrgebäude Ende 2022 eingeweiht worden ist und die Aktiven ihre Rettungseinsätze von hier aus starten.

Flerlage: "Sanierung macht Stadteingang charmanter"

Das mit Abstand größte und mehrmonatige Bauprojekt ist die Sanierung der Elberger Straße, für die mehr als 2,7 Millionen Euro veranschlagt worden sind. Das Projekt habe sich im Laufe der Vorbereitungen als sehr viel umfangreicher herausgestellt als gedacht, erläuterte Flerlage. Zunächst werden die maroden Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle erneuert, es folgen der Bau einer neuen deutlich schmaleren Fahrbahn und neue Bürgersteige zu beiden Seiten der Straße. Durch diese optische Einengung der deutlich in Richtung Stadtmitte abfallenden Straße erhoffen sich die Verantwortlichen auch mehr Verkehrssicherheit. „Zudem wird dieser Stadteingang damit deutlich charmanter“, freute sich Flerlage.

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