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Stadt Lohne verwandelt fast 20 Hektar in blühende Wiesen

Das Programm, das die Artenvielfalt fördern soll, trägt Blüten. Für den "Bürger-Klimapark" sind indes zwei Konzepte in der Vorbereitung.

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Ein Paradies für Kleintiere und Insekten: Die im Auftrag der Stadt Lohne angelegten Blühwiesen sorgen für eine große Farbenpracht und fördern die Artenvielfalt. Foto: Timphaus

Ein Paradies für Kleintiere und Insekten: Die im Auftrag der Stadt Lohne angelegten Blühwiesen sorgen für eine große Farbenpracht und fördern die Artenvielfalt. Foto: Timphaus

Farbenpracht an den Ackerrändern: Das von der Stadt aufgelegte Programm zur Förderung der Artenvielfalt trägt Blüten. Wie die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses auf Anfrage der SPD-Fraktion mitteilte, wurden innerhalb des Stadtgebietes circa 20 Hektar landwirtschaftliche und städtische Flächen in ein- beziehungsweise dreijährige Blumenwiesen umgewandelt.

Laut Matthias Reinkober, Abteilungsleiter Planung und Umwelt im städtischen Bauamt, hatten sich neun Lohner Landwirte an dem Blühstreifenprogramm beteiligt. Diese Landwirte hätten insgesamt 29 Anträge – neun für eine einjährige und 20 für eine dreijährige Saatmischung – eingereicht.

Gesamtfläche beträgt etwa 103.650 Quadratmeter

Zählt man die einzelnen Flächen zusammen, so kommt man auf eine erkleckliche Größe. Nach Angaben von Reinkober wurden einjährige Blühmischungen auf einer Gesamtfläche von 103.650 Quadratmetern ausgebracht. Die dreijährigen Blühstreifen erstrecken sich insgesamt auf 41.753 Quadratmetern. Die auf sieben städtischen Flächen ausgestreuten Saatmischungen, die drei Jahre blühen sollen, ergeben eine Gesamtgröße von 46.409 Quadratmetern.

Anhand von einigen Bildern zeigte der Abteilungsleiter Planung und Umwelt auf, dass einige der Aussaaten stärker, andere schwächer von der Natur angenommen worden seien. "Aufgrund der Trockenheit im Mai sind nicht alle Blühflächen vollständig aufgegangen. Aber das ist normal und lässt sich nicht verhindern", sagte Reinkober.

Während sich die Mitarbeiter des Bauhofs um die städtischen Flächen kümmerten, hatte die Stadt die Aussaat auf den Feldern und Äckern an einen Lohnunternehmer vergeben. Die Kosten hatte die Stadt übernommen. Für das Saatgut wurde laut Reinkober eine Summe von 4.580,10 Euro fällig. Für das Vorbereiten und Einsäen zahlte die Stadt 5.569,20 Euro brutto. Der Aufwand für die vorbereitenden Maßnahmen des Bauhofs und der Verwaltung war in dieser Auflistung nicht inkludiert.

Umsetzung des "Bürger-Klimaparks" läuft an

Ebenfalls auf Anfrage der SPD-Fraktion gab die Verwaltung im Bauausschuss einen Überblick über die Fortschritte bei der Umsetzung des sogenannten Bürger-Klimaparks, der im Runenbrook in Hopen entstehen soll.

Das 79.810 Quadratmeter große Areal – südlich der Teichanlage des Fischereivereins und südöstlich des Kompensationsflächenpools "Runenbrook" gelegen – soll zur Realisierung von Klima- und Umweltschutzprojekten wie der Anlegung von Streuobstwiesen, der Aufstellung von Insektenhotels, Aufforstungen und mehr genutzt werden.

Reinkober sagte, die Stadt wolle ein Landschaftsplanungsbüro dazu auffordern, eine Konzeptstudie zu erstellen. Parallel habe die Forstbehörde bei der Landwirtschaftskammer den Vorschlag gemacht, für die Stadt Lohne eine waldbauliche Konzeption – als Beispiele wurden die Aufforstung einer klimaangepassten Waldgesellschaft sowie die Anlage von Streuobstwiesen genannt – für die Fläche im Runenbrook zu erarbeiten. Erste Ergebnisse könnten bis Ende des Jahres vorliegen.

Stadt schließt Schrebergärten vorerst aus

Darüber hinaus will die Stadt prüfen, inwieweit der derzeitige Pächter in ein künftiges Flächenkonzept eingebunden werden könnte, zum Beispiel durch die Nutzung eines Hutewaldes. Auf Nachfrage der Sozialdemokraten teilte Reinkober mit, dass die Anlegung von Schrebergärten oder anderen Gartenanlagen vorerst nicht geplant sei. Jürgen Göttke-Krogmann, beratendes Mitglied im Bau-, Verkehrs-, Planungs- und Umweltausschuss des Lohner Stadtrates, hatte diese Idee kürzlich gegenüber einer Gruppe des Internationalen Frauentreffs des Runden Tisches für Integration und Völkerverständigung in Lohne ins Spiel gebracht.

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