Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Stadt Lohne setzt auf Photovoltaik

Wo machen PV-Anlagen Sinn? Darüber hat die Verwaltung sich Gedanken gemacht. Dem Ausschuss für Umwelt, Bau und Stadtentwicklung hat sie nun die Ergebnisse mitgeteilt.

Artikel teilen:
Lohne setzt auf grünen Strom: Städtische Gebäude sollen nun nach und nach mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden. Foto: dpa

Lohne setzt auf grünen Strom: Städtische Gebäude sollen nun nach und nach mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden. Foto: dpa

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bau und Stadtentwicklung dominierte das Thema "Umweltschutz". Mehrere „grüne“ Projekte wurden empfohlen, über noch mehr Ideen wurde diskutiert. 

Unter anderem auf der Tagesordnung: die Förderung der Photovoltaik (PV). Auf Antrag der CDU-Fraktion hat die Verwaltung geprüft, auf welchen städtischen Gebäuden sich der Bau von PV-Anlagen lohnen könnte. Fünf Objekte wurden untersucht. Das Ergebnis: Das Franziskus-Parkhaus eignet sich am besten. Die Statik stimme; zudem gebe es in dem Parkhaus E-Ladesäulen, die direkt bedient werden könnten, hieß es. Auch das Lohneum biete sich an. Ein Vorteil hier: Im Sommer, wenn die Sonne scheint und scheint, sei in der Halle wenig los. Daher könne vergleichsweise viel eingespeist werden. 

Bei der Albert-Schweitzer-Realschule stehe ohnehin eine Teildachsanierung an, erklärte Martin Hinxlage (Stadt Lohne). Das könne genutzt werden, um eine PV-Anlage zu installieren. Bei der Sporthalle am Adenauerring werde es komplizierter, so Martin Hinxlage. Hier müsse mit einer Stahlunterkonstruktion gearbeitet werden. Möglich, aber aufwendig. Komplet ungeeignet sei hingegen das Rathaus. Das Votum des Ausschusses: Er empfahl, die geeigneten Standorte sukzessive mit PV-Anlagen auszustatten.

Stadt will ein Stillgewässer für Amphibien anlegen

Außerdem plant die Stadt Lohne, ein Stillgewässer am Südring anzulegen. Dieses soll Amphibien eine Heimat bieten und Teil des Bürger-Klimaparks sein, erklärte der Bauamtsleiter Ralf Blömer. Dazu stehe eine Fläche von 7,26 Hektar zur Verfügung, die aktuell landwirtschaftlich genutzt werde. Gleichzeitig solle das Gewässer als Kompensationsfläche dienen. Der Teich solle circa 3150 Quadratmeter groß werden und eine naturnahe Form haben.

Für Diskussionen sorgten zwei Anträge des Wahlbündnisses BI Pro Wald. Konkret ging es darum, Schottergärten und Streusalz zu verbieten. Beim Stichwort "Schottergärten-Verbot" wurden die komplizierten Zuständigkeiten für das Bündnis Pro Wald zum K.-o.-Kriterium. Kontrollieren müsste die Untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises. Das reiche nicht, so Lutz Neubauer. Er erwarte von Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet, dass die Stadt Häuslebauer auffordere, keine Schottergärten anzulegen. Voet erwiderte: „Zu einer Handlung aufzufordern, die ich rechtlich gar nicht kontrollieren kann – das mache ich nicht.“ 

Streusalz-Verbot findet keine Mehrheit

Auch das Streusalz-Verbot fand keine Mehrheit. Laut Blömer werde von der Stadt bereits so wenig Streusalz wie möglich verwendet. Und: Privatpersonen, die ohnehin kaum Salz streuen würden, würden von einem Verbot unverhältnismäßig getroffen. 

Zuletzt sprach sich der Ausschuss für die Sanierung der Wegeverbindung zwischen dem Hopener Wald und dem Südring aus. Er werde von Spaziergängern und Radfahrer gern genutzt, sei im Herbst und Winter aber kaum befahrbar, weil das Wasser nicht ablaufe und der Weg verschlamme. Auf Vorschlag der Verwaltung soll der Weg nun mit Schotter aufgefüllt werden.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Stadt Lohne setzt auf Photovoltaik - OM online