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Stadt fördert Kunstrasenplätze mit 55 Prozent der Kosten

Bedarf für die ganzjährig bespielbaren Plätze ist im gesamten Stadtgebiet vorhanden. Sie sollen auf städtischen Flächen entstehen, der SV Hansa und der SV Thüle haben konkrete Ideen dafür.

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Austausch möglich: Der Rasenplatz an der Realschule könnte nach den Vorstellungen des SV Hansa  durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden. Foto: Stix

Austausch möglich: Der Rasenplatz an der Realschule könnte nach den Vorstellungen des SV Hansa  durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden. Foto: Stix

Bislang hat sich das Interesse der Friesoyther Fußballvereine an einem Kunstrasenplatz in Grenzen gehalten. Der Grund: Bei der bislang vorgesehenen Förderung von jeweils 40 Prozent der Kosten durch den Landkreis und die Stadt verbleibt bei den Vereinen immer noch ein hoher Eigenanteil von bis zu 150.000 Euro. Das ist auch bei einem Zusammenschluss mehrerer Interessenten kaum darstellbar. Der Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Freizeit hat deshalb auf Vorschlag der Stadtverwaltung am Mittwochabend beschlossen, den städtischen Anteil der auf 750.000 Euro veranschlagten Kosten auf 55 Prozent festzusetzen. Damit verbleiben nur noch 37.500 Euro, die von den Sportlern selbst zu schultern wären. Auch die Gemeinde Saterland und die Stadt Cloppenburg hatten zuvor die Förderhöhe auf 55 Prozent festgesetzt.

Bis zu 412.500 Euro will die Stadt pro Kunstrasenplatz zuschießen

"Wir beschäftigen uns schon länger mit dem Thema und wollen uns natürlich dem vom Landkreis beschlossenen Förderprogramm anschließen", erläuterte Bürgermeister Sven Stratmann. Bis zu 412.500 Euro würde die Stadt bei einer 55-prozentigen Förderung für einen Platz zuschießen müssen. Dabei aber wird es nicht bleiben, denn, so Stratmann, "ein Kunstrasenplatz reicht im Stadtgebiet nicht aus". Sowohl im Stadtzentrum als auch im Süden und im Norden des Stadtgebietes, beispielsweise in Thüle und in Altenoythe, gebe es Bedarf an solchen ganzjährig bespielbaren Plätzen.

Basis für den möglichen Bau von Kunstrasenplätzen ist ein Förderprogramm des Landkreises, der den Bau von bis zu 15 neuen Plätzen dieser Art im Landkreis mit 40 Prozent der Kosten bezuschussen wird, sofern sich die Städte und Gemeinden mit mindestens der gleichen Summe beteiligen. Für den gesamten Nordkreis, das Alte Amt Friesoythe, wären damit 5 Kunstrasenplätze möglich.

Förderanträge können Vereine und Vereinskooperationen stellen

Bislang hätten sich, so Stratmann, zwei Vereine gemeldet, die bei einer erhöhten Förderung konkrete Vorstellungen für einen Kunstrasenplatz hätten. "Der SV Hansa könnte sich vorstellen, seinen Platz an der Realschule umzuwandeln, der SV Thüle würde seinen Platz B zum Kunstrasenplatz machen", erläuterte der Verwaltungschef. Und auch beim SV Altenoythe gibt es Bedarf. Man wolle nun Gespräche mit den Vereinen führen um mögliche Kooperationen auszuloten. Entsprechende Förderanträge können dann sowohl Vereinskooperationen als auch einzelne Vereine stellen.

Sowohl bei Hansa als auch beim SV Thüle ist die Umwandlung in einen Kunstrasenplatz möglich, da die Plätze städtisches Eigentum sind. Gepachtete Plätze, so die Stadtverwaltung, sollten nicht umgewandelt werden. Das würde die Stadt bei einer anstehenden Verlängerung des Pachtvertrages unter Druck setzen und bei einer Beendigung des Pachtverhältnisses hohe Kosten für den Rückbau nach sich ziehen. Beim SV Altenoythe müsste man ein städtisches Gelände im Ort finden, um dem Verein die Ausweitung seiner Kapazitäten durch einen zusätzlichen Kunstrasenplatz zu ermöglichen. 

"Ich erwarte da Kooperationsbereitschaft von den Vereinen."Jan-Gert Roter, CDU-Ratsherr

Beide Ratsfraktionen machten deutlich, dass sie die hohe Förderung der Plätze unterstützen. Renate Geuter (SPD) und Dr. Matthias Lamping (CDU) betonten allerdings, dass die Ausgestaltung der Plätze so ökologisch und nachhaltig sein muss, wie es nach dem Stand der Technik möglich ist. Jan-Gert Roter (CDU) unterstrich, dass für ihn die gemeinsame Nutzung eines Platzes durch mehrere Vereine Voraussetzung sei. "Ich erwarte da Kooperationsbereitschaft von den Vereinen."


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