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Stadt Damme wird mobile Wohnheime für Flüchtlinge aufstellen

Auf die ehemalige Hofstelle Grafemeyer sollen die Container gestellt werden. Das hat der Rat beschlossen. Allerdings muss der Landkreis Vechta noch die Baugenehmigung erteilen.

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Sport ist in der Sporthalle des Dammer Gymnasiums zunächst einmal passé. Hier will der Landkreis Vechta Geflüchtete aus der Ukraine unterbringen. Foto: Lammert

Sport ist in der Sporthalle des Dammer Gymnasiums zunächst einmal passé. Hier will der Landkreis Vechta Geflüchtete aus der Ukraine unterbringen. Foto: Lammert

Jetzt kann die Dammer Stadtverwaltung das Aufstellen von mobilen Wohnheimen auf der ehemaligen Hofstelle Grafemeyer in Südfelde vorantreiben. Der Rat hat einer entsprechenden Beschlussempfehlung der Stadtverwaltung zugestimmt. Im Zuge des Verfahrens ist beim Landkreis Vechta eine Baugenehmigung einzuholen. In den Container-Einheiten sollten Geflüchtete aus der Ukraine leben.

Am Mittwoch waren 134 Ukrainer in Damme gemeldet

Ordnungsamtsleiter Andreas Herzog teilte am Mittwoch auf Nachfrage mit, derzeit seien bei der städtischen Meldestelle 134 Ukrainerinnen und Ukrainer gemeldet. Beim Sozialamt hatten sich 92 von ihnen registrieren lassen. Sie beziehen damit auch Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und sind krankenversichert.

Bei der Ratssitzung am Dienstag hatte Rolf Mähler, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen der Stadtverwaltung, mitgeteilt, derzeit seien viele Flüchtlinge aus der Ukraine privat untergebracht. Andere seien in von der Stadt angemietete Wohnungen gezogen. Die Stadt benötige für die Unterbringung der Gäste aber weitere Wohnungen.

"Bis in der Ukraine Frieden herrscht, müssen wir den betroffenen Menschen helfen.“Natalie Schwarz, CDU-Ratsfrau

Zwar sei der Wohnungsmarkt angespannt, sagte die CDU-Ratsfrau Natalie Schwarz, aber: „Bis in der Ukraine Frieden herrscht, müssen wir den betroffenen Menschen helfen.“ Deshalb begrüße sie auch die Lösung mit mobilen Wohnheimen.

Containermiete kostet mehrere 100.000 Euro im Jahr

Dazu teilte Andreas Herzog mit, die Kosten für solche Anlagen schwankten nach Zahl der Plätze und der gelieferten Ausstattung. In jedem Falle beliefen sie sich auf mehrere 100.000 Euro im Jahr.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Heiko Bertelt regte in dem Zusammenhang an, die Verwaltung solle prüfen, ob ein Kauf zumindest eines Teils der Wohnheime aus Kostengründen eine Alternative zum Mieten sei.

Sporthalle des Gymnasiums steht ab dem Wochenende als Flüchtlingsunterkunft bereit

Unterdessen bereiten Helfer unter anderem von den Feuerwehren und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft die Sporthalle des Dammer Gymnasiums für die Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine vor. Zum Wochenende soll das nach Angaben Jochen Steinkamps, Sprecher des Landkreises, abgeschlossen sein.

Wann die ersten Menschen die Unterkunft beziehen, ist offen. Allerdings sei geplant, die Unterkunft analog zum Marienhain in Vechta als eine Art Drehkreuz einzusetzen, in der Flüchtlinge sich nur übergangsweise aufhalten sollen, bis sie eine Bleibe zugewiesen bekommen haben.

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